Sonntag, 10. November 2013

Schultertuch "Gegen Wind und Wetter"

Als wir im Sommer, bei Hitze und Grillfleisch im Garten saßen, da staunte die Nachbarin die neben uns wohnt den ganzen Nachmittag über meine Strickkunst.
"Das wird ein Geburtstagsgeschenk für eine Freundin" erzählte ich damals.
"Och, ich hab auch bald Geburtstag" meinte die Nachbarin dann, und der Schalk blitzte in ihren Augen.
Natürlich schob sie direkt hinterher, daß es ja nur Spaß gewesen sei. NATÜRLICH!!! :-P

Nun kennen wir uns ja schon so einige Jährchen, die wir hier so nebeneinander wohnen. Und ich kenne auch ihre bevorzugte Farbe, welche oben im Trockenspeicher so auf der Leine hängt. *grins*
Ich wähle deshalb eine Lana Grossa Meilenweit Ultimo der Farbe 034......


......und die Anleitung "Gegen Wind und Wetter" aus "Lust auf Lace", erschienen im Topp Verlag.



Das Tuch sollte mein bisher größtes und schönstes Projekt werden. Aber das ahnte ich beim Anstricken natürlich noch nicht.
Letztlich sollte ich zwei Monate lang daran arbeiten. Also jede Menge Zeit und Gelegenheit für viele schöne work in progress Bilder.


Die ersten paar Reihen fluppten fast von alleine. Dann kamen die ersten Lochreihen.


An diesem Tuch habe ich meine handgemachten Maschenmarkierer so richtig schätzen und lieben gelernt.


Sehr schön war auch das Arbeiten am Tuch im Zoo.
Mit Blick zum Elefantengehege, die letzten warmen Sonnenstrahlen des Sommers genießend, während die Jungs sich stundenlang auf dem Spielplatz austoben konnten.


Natürlich mit standesgemäßer Verpflegung. :-)


Das Tuch wächst Reihe um Reihe und sieht einfach nur wunderschön aus.


Und dann kam der Moment an dem mir die Maschenmarkierer aus gingen. Die Arbeit am Tuch musste Ruhen, bis mir ein Schmuckhersteller nach ganz speziellen Wünschen noch einen Schwung von 20 Stück anfertigen konnte.


Die letzten 10 Reihen wurden dann richtig richtig schwierig. Nicht vom Muster her, sondern weil schon wieder Ferien waren, und meine Jungs mich um jegliche Konzentration brachten! Erst in der Woche nach den Ferien schaffe ich es, die letzten Reihen einigermaßen fehlerfrei ab zu stricken.


Abketten! Oh wie ich das hasse! 378 Maschen!
Ich weiß schon warum ich sonst lieber Socken stricke. Da werden die Maschen zum Ende nämlicher weniger, anstatt mehr.


Ein letztes Problem galt es dann noch zu lösen. Solch ein Tuch muss gespannt werden, damit die Maschen sich glatt legen und das Muster zur Geltung kommt. Doch WO und WIE soll ich so völlig ohne Ausstattung dafür solch ein riesiges Tusch spannen?
Nun ja, ich habe es dann mal mit der Wäscheleine versucht. Und Klammern als Gewichte an entsprechenden Stellen. Hat ganz gut funktioniert.


Was nun noch fehlte waren ein paar eindrucksvolle Fotos vom fertigen Objekt. Zum Glück gibt es Stricktreffs. Dort findet man immer "willige" Opfer.... ähm.... Models, die diesen Job gern für einen übernehmen. :)


Auf dieses Tuch bin ich mal so richtig stolz!
Wie war das noch? Ich kann nicht stricken, ich konnte nie stricken, und ich werde es in diesem Leben auch nicht mehr lernen. Und nun erschaffe ich mit jedem Strickstück ein kleines Kunstwerk! :-)


Die Nachbarin wollte es übrigens erst gar nicht an nehmen.
"Das hat ja noch nie jemand für mich gemacht. So was Schönes habe ich noch nie im Leben bekommen. Nein das geht nicht. Das kann ich nicht annehmen. Haben Sie keine Mutter, Tante, Schwägerin der Sie das Tuch schenken können?" - "Doch, habe ich, aber die verdienen so etwas nicht!"
Ich habe es dann einfach auf ihrem Tisch liegen gelassen. Mal sehen wann ich es das erste mal an ihr sehe. :-)



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