Sonntag, 22. Februar 2015

Dicke warme Lavasocken

Diese sechsfädige Wolle aus meiner eigenen Färbung hatte lange Zeit keinen so richtigen Namen.
Pfirischorgange, ein dunkles ins Blaue neigene Violett, sowie ein krätiges Altrosa machen es auch nicht gerade leicht.


Angestrickt wurde sie trotzdem. Vielleicht würde sich der Namen bei der Musterfindung oder der Wilderung ergeben. Und gewildert hat sie!
Sogar im bereits Bündchen, was ich echt selten erlebe. Das Bündchen ringelt in der Regel bei mir eher.


Nach einigem herum experimentieren und wieder auf ribbeln entschloß ich mich schließlich für dicke falsche Zöpfe, weil diese ebenso durch die Wolle glitten wie die Wilderung der Farben.


Als die Socken dann fertig waren wurde der Garten das erste mal seit Wochen durch wunderbar goldenes Sonnenlicht in Farbe getaucht. Kurzentschlossen packte ich meinen Fotografenkram zusammen und stellte die Socken also in die Sonne.


Leider scheine ich über die Düsternis des Winters so einige meiner Fotografenfähigkeiten eingebüßt zu haben. In letzter Zeit habe ich sehr unter dem mangelndem Licht gelitten. Nicht selten habe ich tage- bis wochenlang warten müssen, um auch nur einen Strang Wolle fotografisch archivieren zu können. Und nun?
Nun hatte ich Licht und Sonne satt. Und habe es nicht auf die Kette bekommen damit vernünftige Bilder zu produzieren. Von Überbelichtung bis Schattenwurf war echt alles dabei. :-(


Vor allem mit den Details hatte ich meine Probleme.
So wirklich zufrieden war ich nur mit diesem Bild hier von der Ferse:


Aber aus einem Bild lässt sich halt keine Bloggeschichte bauen.
Also wurde die komplette Serie noch einmal daheim mit indirektem Licht aufgenommen.


Inzwischen sind die Socken dann auch zu ihrem Namen gekommen.
Ein Mitglied meiner Strickgruppe hat die nötige Inspiration dafür angestoßen.
Erwähnte ich bereits daß ich "meine Mädels" einfach nur lieb hab? :-D

Und nun zu den Technischen Details:

Bündchen:
Mit doppelter Maschenzahl angeschlagen, eine Runde beibehalten, dann auf Rechts Links Rippen reduziert.


Falsche Zöpfe auf sechsfädiger Wolle hatte ich im Sommer bereits einmal versucht. Und bin gescheitert. Die Wolle wurde geribbelt und liegt bis heute im Schrank.

Hier hat es dann endlich funktioniert! :-D


Herzchenferse, mit ein klein wenig Struktur. Und dem saubersten und gleichmäßigstem Spickel den ich je gestrickt habe!


Die schöne runde Schneckenspitze geht auf den Dekofüßen leider völlig unter (die Fußerunterseite)!


Deshalb habe ich dieses mal eine neue Perspektive gewagt:


Und weil ich bei diesen Socken wirklich viel Freunde mit neuen Persperktiven hatte, kommen hier gleich noch zwei Bilder davon:


Auch dieses hier musste ich unbedingt noch einmal versuchen:


Mein Lieblingsbild aus dieser Serie!
Das  werde ich so in Zukunft wohl öfter mal versuchen. :-D

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