Samstag, 15. August 2015

Ein Wölkchen für die Schultern

Man sollte es kaum glauben, aber neben allen Lebenskomplikationen habe ich tatsächlich hin und wieder doch noch Zeit zum stricken gefunden. Allerdings darf es nichts kompliziertes sein. Mir fehlt es an Konzentration um mich mit Strickschriften zu befassen.

Überhaupt ist Konzentration gerade so eine üble Sache bei mir. Für einen Blogpost brauche ich in letzter Zeit gern schon mal mehrere Anläufe. Beim Stricken ist es ähnlich. So gibt es dann beim Anstrick auch schon mal mäandernde Mittelmaschen:


Der zweite Anstrick hat unter deutlich besseren Bedingungen statt gefunden, und die Mittelmasche blieb dieses mal dann auch brav in der Mitte!


Was frei nach Schnauze begann, bekam mit dem ersten Farbwechsel ein spontanes einfaches Lochmuster.


Seit der Gatte im Juni  aus der Reha heim kehrte,  komme ich daheim kaum noch zum stricken. Nicht, weil es den Gatten stören würde. Sondern weil ich daheim kaum Ruhe oder Zeit dazu finde.
Aber es gibt viele Fluchten. Und mein Strickzeug ist dann IMMER dabei!


Fluchtpunkt Rhein.
Mit Strickzeug, Kind und Picknick.


Noch so eine Flucht:
Ein sehr bestimmes kleines Fast Food Restaurant!
Nicht so sehr wegen dem Essen. Sondern wegen den netten Gesellschaft die ich dort treffe. Und halt dem Abstand von allem, was mir zu Hause Sorgen bereitet.


Zum Stricktreff im Juli war das Tuch dann fertig, und ähnelte sehr den "Dunstschwaden" aus dem Buch "Magisch - Mystisch, stricken im Vampir Stil" von Ursula und Melanie Marxer, erschienen im Topp Verlag. Das hatte ich 2013 bereits zwei mal gestrickt, und wohl unbewusst auf die Erinnerungen daran zurück gegriffen.


Gespannt habe ich es so:
Locker mit der Kante auf die Leine gehangen, kurz mit den Händen nach unten gezogen, und von der Mitte aus gehend an jeder Zacke eine Wäscheklammer zum beschweren.


Getrocknet:


Erste Details:


Die liebe Gesa von BUTTJEBEYY - natürlich hangefärbt! hat später noch freundlicherweise in ihrem hübschen Garten für mich Model gestanden:


Das Tuch ist in Banenform gestrickt.
Dazu wird nur in jeder vierten Reihe an der Mittelmasche durch Umschläge zugenommen. Sowie in allen Hin- und Rückrunden an jeder Seite gleich hinter den Randmaschen.


Das Lochmuster entsteht durch Umschläge und entsprechende Abnahmen in jeder achten Reihe.
Und die Bordüre ähnelt stark der Anleitung aus bereits oben erwähntem Buch, wurde aber viel mehr in die Tiefe gestrickt und am Ende zu sich wellenden Zacken geformt.


Weil das Tuch sehr viel breiter und weniger tief als ein Dreieckstuch ist, macht es auch als Hüfttuch eine gute Figur. Zumindest bei der hübschen Gesa!


Die tolle Wolle für dieses Tuch habe ich letztes Jahr in meinen wunderbaren Wichtelpaket gefunden.
Es wurde mit langem Farbverlauf in meinen Lieblingsfarben speziell für mich handgefärbt, und ist ein dreifädiges Lacegarn aus Wolle vom Merino Schaf.
Ich habe sie "Wunderweiche Wölkchenwolle" getauft!  Womit sich dann auch der Name für das Tuch erklärt.


Und bevor sich jetzt jemand Hoffnungen bezüglich Weihnachten macht:
Das Wölkchen bleibt leider, leider auf meinen eigenen Schultern hängen! :-D




Kommentare:

  1. Das ist aber ein wunderschönes Tuch geworden!
    Die Verlaufsfarben sehen auch richtig toll aus :)
    Ich wünsche Dir viel Freude beim Tragen :)
    Liebe Grüßle,
    Andrea

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    1. Vielen Dank!
      Das Tuch wird mir im Winter nun den Hals wärmen. :-)

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  2. Das Tuch ist wunderschön geworden!
    Wenn DAS bei wenig Konzentration entsteht,
    was strickst du dann wohl bald voll konzentriert!?
    LG
    Sylvi

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    1. Wenn ich konzentriert bin, kann ich auch nach Anleitung und Strickschrift arbeiten. Und die tollsten verschlungenen Lochmuster zaubern. Ich fürchte aber, es wird noch eine ganze Weile dauern, bis mir das wieder möglich ist. ;-)

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