Dienstag, 31. August 2021

Dies und Das und Corona Down

Eigentlich wollte ich inzwischen längst soweit sein alle aufgelaufenen Strickprojekte aus 2019 vollständig im Blog zu haben. Ich wollte ein Posting zum Thema "Ein Jahr out and proud" zum 14.Juli verfassen. Und auch endlich einmal das Posting über die Südstadtwolle fertig stellen. 

Doch dann kam, man ahnt es vielleicht schon, wieder einmal Corona um die Ecke. 
Nicht nur dass es nach der zweiten Welle gleich in eine dritte Welle ging. Nein, das Biest hat mir in den letzten Monaten psychisch wie physisch so richtig schön zugesetzt. 

Hier eine kleine Chronologie: 

Im März kam zunächst einmal das Opal Abo. 
Obwohl ich mich total auf das Paket gefreut habe, war ich gleichzeitig aber auch extrem frustriert. Ich schrieb bereits an anderer Stelle dass es im letzten Jahr kaum ein Opal Abo Posting in den (A-)sozialen Medien von mir gab, unter dem nicht in irgendeiner Form gemeckert und gemault wurde. 
Die Farben in März Abo fand ich total schön, bunt und vielfältig. Aber ich verspürte keinerlei Lust darauf ein Bild zu machen und es zu zeigen. Ich war sogar regelrecht frustriert!  
Nach einiger Zeit machte ich dieses Chaos Bild, auf dem auch meine Zusatzkäufe zu sehen sind, und verfasste einen Text mit dem ich mir ordentlich Luft verschaffte. Darüber wie Scheiße ich es finde dass es immer jemanden zu geben scheint, der mit seiner Negativität anderen Leuten die Freude an ihrem Opal Abo verderben muss. Und darüber dass ich nach wie vor von der Qualität des Garns absolut überzeugt bin. 
Ich hatte befürchtet dass dieses Posting zu harten Diskussionen führen könnte. Tatsächlich aber habe ich sehr viel Zuspruch und liebevolle Worte erfahren dürfen. 


Außerdem wollte meine liebe Frau Eule im März eigentlich mit mir nach Zeeland. Ein paar Tage abschalten vom ewigen Corona Gedöns. Leider sollte das nichts werden. Wegen Corona! Wäre ja auch zu schön gewesen wenn man noch mal kurz hätte durch atmen können. 
Als kleine Aufmunterung kommt dann jedoch diese tolle Tasche nebst Postkarte hier an und beschert mir feuchte Augen. 
Wir hoffen nun auf unseren gemeinsamen Urlaub im Herbst. 
 

Und dann war da noch dieses tolle nette Päckchen, welches mich völlig überrascht hat. 
Eine liebe Facebook Freundin hatte von mir im Dezember Socken bekommen. Kurz darauf musste sie leider ins Krankenhaus. Und hatte auch noch ein schlechtes Gewissen weil sie sich nicht umgehend revanchieren konnte. Gesundheit geht vor, schrieb ich ihr damals. Werde Du erst mal wieder richtig Gesund. 
Nun verschicke ich meine Socken nicht, weil ich dafür eine Gegenleistung erwarte. Ich verschicke sie an lieb gewonnene Menschen um ihnen eine Freude zu machen. Das da noch was kommen sollte, hatte ich daher auch gar nicht mehr auf dem Schirm. Dafür war die Freude dann um so größer. 


Aber der März bestand leider nicht nur aus netten Paketen mit schönen Überraschungen. 

Der März bestand auch aus unsäglichen politischen Fehlentscheidungen bezüglich Corona, der Diskussion um eine "Osterruhe", leere Versprechungen in Sachen Schnelltests und Impfungen, die Pflicht zum Präsenzunterricht für den Teenie ohne die Möglichkeit zu haben dies selbst entscheiden zu können, und ganz viel Frust über die derzeitige Situation. 

April: 
Ich hätte nicht gedacht dass unser Ostern in 2015, wo ich den Gatten Ostermontag zur Op in die Klinik brachte und wir nicht wussten ob er danach Querschnittsgelähmt sein würde oder nicht, Stimmungsmäßig noch zu toppen wäre. Doch dieses Corona Ostern 2021 sollte wirklich das deprimierendste  sein das ich je im Leben erlebt habe. 
Ich wollte die Tage nutzen um den Blog zu pflegen, aber weit gekommen bin ich nicht. Die Psyche war schon zu weit unten. 


Die Situation begann mich mehr und mehr runter zu ziehen. 
Letztes Jahr habe ich begonnen Masken zu nähen. Damit hatte ich eine Aufgabe, die Tage waren ausgefüllt, und als ich später begann auch für die Aidshilfe zu nähen fühlte ich mich obendrein noch gebraucht und wurde sehr wertgeschätzt. 

Jetzt herrschte der Gedanke vor dass all die Arbeit und Mühe vom letzten Jahr völlig für die Katz war, denn die Stoffmasken durften ja gar nicht mehr getragen werden. Seit Dezember hatte ich kaum das Haus verlassen. Meine latent vorhandene Sozialphobie verstärkte sich plötzlich zu einem nie gekanntem Ausmaß. Die Sozialkompetenz vom Teenie ist auf ein erschreckendes Maß zurück gegangen. Und der Gatte kam fast täglich total genervt und fix und fertig vom Job heim.  

Immer mehr Menschen verfassten plötzlich Nachrufe auf liebe Angehörige. Bekannte Gesichter im persönlichen Wohnumfeld verschwanden. Nach kurzer schwerer Krankheit verstorben, hieß es immer öfter. 

Aber anstatt Verantwortung zu übernehmen und die Grundlagen dafür zu schaffen dass sich die Situation endlich einmal ändern kann, schlagen sich unsere Ministerpräsident:innen lieber die Köpfe ein. Währenddessen infizieren sich täglich bis zu 25.000 Menschen von denen bis zu 500 täglich versterben und 10 bis 15% später unter Long Covid leiden würden. 

Zeitgleich laufen in Stuttgart und Berlin zehntausende Corona Leugner unter Mißachtung jeglicher Infektionsschutzmaßnahmen fröhlich durch die Straßen, tanzen Odnungsbehörden und Polizei munter auf der Nase herum, und bekommen von jungen Polizistinnen sogar noch Herzchen Symbole geschenkt, ohne dass es Konsequenzen hätte. Man kann gar nicht so viel Essen wie man da kotzen möchte! 


Stricken hilft eigentlich immer. Doch irgendwann war der Punkt erreicht an dem auch Stricken nur noch bedingt geholfen hat die endlos erscheinenden Tag zu überstehen. Ich versuchte es mit viel Farbe und Ringeln, weil diese immerhin noch etwas meine Aufmerksamkeit in Anspruch nahmen ohne gleich kompliziert zu sein. Ich kombinierte miteinander was der Stash gerade her gab. Keine Ahnung wo ich diese Kreativität noch her genommen habe. Aber die Ergebnisse waren wunderschön. 



Im April gaben bereits erste Großveranstaltungen und Feste ihre Absagen auch für 2021 bekannt. Einige kleine und größere Wollveranstaltungen zogen nach. Und mein Bauchgefühl sagte mir dass auch das Wollfestival in Düsseldorf wohl eher nicht statt finden wird. Zu viele Unsicherheiten machten eine Planung in vielen Fällen einfach unmöglich. 

Aber ⇨ Farbularasa hatte im April Shopjubiläum, es gab eine wunderschöne Jubiläumsfärbung welche alle meine Lieblingsfarben miteinander vereinte und ich brauchte dringend etwas Trost. Außerdem kannte ich die Garne von Farbularasa bereits und wusste um die Qualität. Und für Wolle welche auf tolle Namen getauft wird habe ich eh eine Schwäche. Also habe ich "ein bisschen was" für meine Seele zusammen gestellt und gekauft. 


Aller schönen Wolle zum Trotz, als gegen Ende April endlich die Bundesnotbremse in Kraft trat war mein Zustand schon ziemlich bedenklich. Nachdem man bereits über Monate hinweg auf so ziemlich alles verzichtet hat was einem Freude bereiten kann nun also noch strengere Auflagen. Am wenigsten getroffen hat mich ehrlich gesagt die Ausgangssperre. Von 22 Uhr bis 5 Uhr zu Hause bleiben müssen. Das verschlafe ich doch locker. Aber die Öffis nur noch mit FFP2 nutzen zu können machte mir echt das Leben schwer. Und diese totenstille des Nachts draußen brachte mich manchmal echt um den Schlaf. Das war so unheimlich! 

Der Gatte war der Meinung ich müsste dringend einmal an die frische Luft. Und so verfrachtete mich der liebe Schwiegervater für einen Tag in seinen neu gepachteten Schrebergarten. Es hat gut getan mal einen Tag lang Sonne zu tanken. Und als lautestes Geräusch um mich herum nur ein paar fette Hummeln zu hören. Aber letztlich war auch dies leider nur eine kurze Atempause. 


Nie im Leben zuvor habe ich so extrem viel Zeit mit Stricken verbracht. 
So habe ich alleine im April 5 Paar Socken fertig gestrickt, einen weiteren Single produziert und bereits zwei weitere Projekte neu angeschlagen. Insgesamt hatte ich Ende April bereits 21 Projekte fertig gestellt, was wirklich bemerkenswert ist wenn man bedenkt dass ich sonst im ganzen Jahr maximal 45 Projekte schaffe. Man darf echt gespannt sein wie viel es dieses Jahr werden wird. 


Die Kisten fürs Shooting füllen sich in fast schon schwindelerregendem Tempo. Ich habe sogar schon fast alle Weihnachtsgeschenke für 2021 fertig. Doch was eigentlich ein Grund zur Freude wäre lässt mich gerade ein wenig verzweifeln. Denn ich habe absolut keine Ahnung wie und wann ich das unter den gegeben Umständen alles Shooten soll. 


Mai: 
Meine depressiven Phasen im Herbst/Winter sind an meinen Geburtstag gekoppelt und werden durch Alpträume und Flashbacks aufgrund von traumatischen Erlebnissen aus meiner Kindheit/Jugend ausgelöst. Es gibt Jahre da spüre ich es kaum, und es gibt Jahre die schlagen etwas heftiger zu. Aber ich kann mich darauf verlassen dass ich es überstehe. Bis zu einem gewissen Grad kann ich mich sogar dagegen wehren indem ich mir immer wieder kleine Highlights setze an denen ich mich entlang hangeln kann und bis Weihnachten ist das Gröbste meist überstanden. 

Dieses Corona Down jedoch ist völlig anders.  Es gibt keinen Tag X den ich nur erreichen und überstehen muss damit danach eine Besserung eintreten kann. Ich kann keine Highlights setzen weil praktisch nichts möglich ist. Das ständige Hin und Her in der Schulpolitik und die vielen größtenteils leeren Versprechungen einzelner Politiker insbesondere bezüglich der Impfungen tun ihr übriges dazu. 
Seit Monaten habe ich das Haus maximal einmal die Woche zum Einkaufen verlassen. Ich bin der Situation völlig ausgeliefert, die noch dazu endlos erscheint. Selten im Leben habe ich mich so Hilflos und Hoffnungslos gefühlt! 


Mitten in diese dunkle Hoffnungslosigkeit fiel der Muttertag. 
Eine für mich echt schwierige Situation. Nichts machte mehr so wirklich Freude. Nichts gab mir mehr reell einen Halt. Die Dunkelheit, der Abgrund erscheinen Bodenlos. Und dann kommen meine Kinder mit Wolle, Schokolade und diesen entzückenden Karten daher. 
Und als wäre das alles nicht schon genug, hat die liebe Frau Südstadtwolle den Jungs noch dieses kleine Tütchen für mich mit auf den Weg gegeben. Emotional war ich echt ein wenig überfordert mit dem allem. 


Bedingt durch immer heftigere Zyklusstörungen hatte ich im Mai leider auch richtig üble Hormonschwankungen. Dies hat zum einen die aktuelle depressive Phase enorm verstärkt, zum anderen folgte noch dazu eine Phase in der ich extremst Wetterfühlig war. Kombiniert mit wochenlangem Dreckswetter führte dies dann zu einer Schmerzsituation die irgendwann nicht mehr beherrschbar war. Und das für über zwei Wochen am Stück! 
Heute weiß ich dass auch dieses verdammte Long Covid seine Finger mit im Spiel gehabt haben muss. Im Mai wusste ich das leider nicht und wäre am liebsten gestorben. Egal was ich tat, nichts ging ohne Schmerzen. Nichts ging ohne Atemnot. Und auch die Depression verstärkte sich noch einmal extremst. 

In dicke Decken eingewickelt verkrümelte ich mich auf meinen Strickplatz und griff zu ein paar ⇨ Zauberbällen um weitere Ringelsocken zu produzieren. 


Meine Vorräte an Zauberbällen waren bisher recht überschaubar. Ich finde die Zauberbälle, und speziell die Crazy Zauberbälle, zwar wirklich schön. Aber die Haptik hat mir bisher eher nicht so zugesagt und ich wusste auch nie so recht was ich daraus stricken sollte. 
Jetzt kann ich plötzlich gar nicht genug Zauberbälle im Stash haben, weshalb ich mir kurzfristig diese drei Kunstwerke hier gegönnt habe. 


In der Hoffnung meinen Kopf etwas aus der Lethargie zu reißen und zu fordern, und zudem wieder etwas Schwung in meine Küche zu bekommen, habe ich mir ein Gemüse und Obst Abo gegönnt. 
Bei Instagram bin ich in einem Post über die ⇨ Rübenretter gestolpert. Da mir das Konzept und die Konditionen sehr gefallen haben, habe ich mir die große Familienretterbox ins Abo genommen. Zunächst für jede zweite Woche, aber ich überlege schon ob ich mir für die jeweils andere Woche eine weitere oder andere Box ins Abo nehmen soll. 
Verschickt wird das Obst und Gemüse in einer gut aufgeteilten und sehr stabilen Pappbox mit vielen Zwischenfächern. Die Ware ist frisch, qualitativ überraschend hochwertig und oftmals frage ich mich warum dieses oder jenes jetzt gerettet werden musste. Hätte es so im Handel gelegen, ich hätte es gekauft! 


Allerdings habe ich keinen Einfluss auf den Inhalt. Es ist jede Woche erneut eine Überraschung und ich erhalte natürlich auch Dinge die ich selbst entweder nicht gekauft hätte oder die ich vielleicht noch gar nicht kenne. Aber genau das war die Herausforderung die ich so dringend brauchte. 
Kürbis ist zum Beispiel gar nichts meins. Aber den Gatten hat es gefreut. Fenchel oder Landgurken kannte ich bisher gar nicht. Und bezüglich Rharbarber habe ich leider ein echtes Trauma, weshalb ich es noch nie selbst gekauft und verarbeitet habe. Aber einmal in der Küche gibt man sich natürlich auch Mühe alles verarbeiten zu wollen. Man sucht nach alternativen Rezepten. Entdeckt völlig neue Aromen. Und Zack, genau das ist der Schwung den ich so vermisst hatte.  



Bereits im Mai erhalten, aber erst im Juni gezeigt, habe ich das Opal Abo. 
Ich hatte mir überlegt das Abo nicht mehr sofort zu zeigen, sondern erst ein paar Tage oder Wochen später. Vielleicht haben dann all jene die immer was zu meckern haben sich inzwischen anderweitig abreagiert und lassen mir meinen Frieden. 
Nun, zumindest bei diesem Abo Paket hätte dieser Gedanke schon mal funktioniert. 


Auch von den Zauberbällen durften es sich noch weitere sieben Farben in meinem Schrank gemütlich machen. Irgendwie ist es gar nicht so leicht bei diesen wild gewickelten Knäueln den tatsächlichen Farbverlauf ab zu schätzen. Selbst mit der Beispiel Farbscala auf dem Etikett nicht. Nun habe ich genug Auswahl im Stash für ganz viele bunte Experimente. Und sollte eins mal nicht ganz so passen wie gewünscht, wird halt geribbelt und zur nächsten Farbe gegriffen. 


Der Juni war leider eine Qual. Physisch ging es eigentlich kaum noch weiter runter und ich begann mir ernsthaft Gedanken zu machen. Ich habe mehr und mehr die Kontrolle verloren und egal was ich auch tat, ich schaffte es nicht mich aus diesem Down zu befreien. Aber auch körperlich ging es mir mehr als mies. Jeder Tag war irgendwie ein Kampf. Begleitet von permanenter Luftnot und Schmerzen der unterschiedlichsten Art. Zuletzt schaffte ich es kaum noch den täglichen Haushalt zu bewältigen. 
Hinzu kam ein unglaublicher Streß mit der Schule des Teenies. Fünf Wochen vor den Ferien hieß es plötzlich wieder Vollumfänglicher Präsenzunterricht. So weit, so gut. Wenn nicht krampfhaft versucht worden wäre in diese fünf Wochen alles hinein zu packen, was seit 6 Monaten nicht ging. Bei allem Verständnis für die Situation, so habe ich doch oftmals am Verständnis und der Empathie der Lehrer für die Kinder und ihre Eltern gezweifelt. Und so endete das Schuljahr leider mit einem halben Nervenzusammenbruch meinerseits und einem völligen Burn Out beim Teenie. 

Da es mir so mies ging und wir so extrem mit der Schule beschäftigt waren, ist im Juni dann auch gar nicht mehr so viel passiert. Die Corona Maßnahmen wurden Schritt für Schritt wieder zurück gefahren und der Gatte hat sich aufgemacht sich sein Leben zurück zu holen. War mit Freunden im Biergarten und bei Outdoor Hof Konzerten. Wenigstens ihm ging es damit wieder gut. 
Ich dagegen habe mich oftmals weiterhin in meine Decken gewickelt, versucht die Schmerzen irgendwie auszuhalten und nebenbei weitere Ringelsocken gestrickt. 


Im Juli ging es dann endlich einmal etwas aufwärts. Denn wir konnten uns endlich alle impfen lassen! 
Der Gatte hatte seine erste Impfung bereits im Mai erhalten, als die Priorisierung für Astra Zeneca aufgehoben wurde. Ich dagegen hatte lange Zeit keine Chance irgendwo an einen Termin zu kommen. Denn leider bringt es überhaupt nichts wenn seitens der Politik zwar die Priorisierung aufgehoben wird, aber immer noch bei weitem nicht genug Impfstoff zur Verfügung steht. Außerdem schloss sich Astra Zeneca aus medizinischen Überlegungen bei mir leider aus. Ich musste also warten bis ausreichend BioNTech oder Moderna zur Verfügung standen. 

Am meisten Kraft hat mich aber gekostet, immer wieder die Hoffnungen vom Teenie zunichte machen zu müssen. Mit 15 Jahren ist er durchaus in der Lage die Nachrichten zu verfolgen. Als es hieß das  BioNTech die Zulassung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren beantragt hätte, verkündete der Teenie umgehend dass er sich ebenfalls möchte impfen lassen. Leider hat unsere tolle *hust* StiKo seinem Wunsch ordentliche Steine in den Weg gelegt, denn er hat keine Vorerkrankungen. Und ins Impfzentrum hätte er erst mit 16 gedurft. 

Eines Abends stand der Gatte dann vor uns und erzählte mir die Betriebsärzte seiner Firma würden nun auch Angehörige impfen. Aber leider den Teenie nicht, weil dieses Angebot nur für über 18 jährige gilt. Geimpft würde mit BioNTech. Ich musste da nicht lange überlegen und habe mir gleich einen Termin geben lassen. 

Nur kurze Zeit später wurde verkündet dass endlich ENDLICH genug Impfstoff für alle vorhanden wäre und man in den Impfzentren nicht einmal mehr einen Termin brauchen würde. Wir haben daraufhin unsere Hausärztin angesprochen, ob sie vielleicht auch (und bereits jetzt) den Teenie impfen würde. Immerhin wird er schon im September 16 Jahre alt, es fehlen uns also nur knapp zwei Monate, und er wünscht sich die Impfung so sehr. Und Gott sei Dank hat sie Ja gesagt! 


August: 
Wir, und auch alle unsere Lieben, sind inzwischen vollständig geimpft. 

Der Gatte und der Teenie haben die Impfung jeweils sehr gut vertragen. Ein bißchen Schmerzen im Arm und ein paar Tage Müdigkeit. Das war es! Und auch aus unserem Umfeld sind uns keine schweren Impfreationen bekannt. 

Ich dagegen habe zunächst richtig heftig auf die Impfung reagiert und war ein paar Tage lang krank. Aber dann wurde ich eines Morgens wach und ich habe zum ersten mal seit über einem Jahr wieder ganz normal atmen können. Ich hatte keine Schmerzen mehr. Und auch die vielen anderen Long Covid Symptome, welche mir jetzt so lange Zeit das Leben schwer gemacht haben, waren verschwunden. 
Ich kann es gar nicht in Worte fassen wie das ist wenn man sich so lange Zeit nur noch elend fühlt und nahezu alles einem Kampf gleicht, und dann steht man eines Tages auf und fühlt sich wieder wie ein normaler gesunder Mensch Das ist einfach nur unbeschreiblich!

Zwar hatte ich in den vergangen Wochen immer wieder davon gelesen dass die Impfung, insbesondere die mRNA Impfstoffe, Long Covid Betroffenen helfen konnten sich gesundheitlich zu stabilisieren, aber ich habe nicht wirklich daran geglaubt. Denn es gibt genauso Betroffene denen es nach der Impfung zunächst noch schlechter ging. 
Ich aber gehöre zu den Glücklichen denen es wirklich geholfen hat. Sogar diese schlimme Depression ist seitdem wie weg gewischt und ich kann mich daran machen mir mein Leben zurück zu holen. 

Und damit möchte ich die Geschichte für heute auch beenden. 
Wie es mir seit der Impfung so ergangen ist, werde ich vielleicht noch einmal in einem eigenen Bericht aufgreifen. Ansonsten ist dies wie immer auch auf meinen Instagram und Facebook Profilen zu verfolgen. Aber für hier und jetzt ist es einfach genug. 


Sonntag, 2. Mai 2021

Socken für den Teenie

Der Teenie hat seit jeher ein Abo auf gelbe Socken. 
Weil gelb - neben Regenbogenfarben - seine absolute Lieblingsfarbe ist! 


Natürlich hat er auch 2019 zu Weihnachten gelbe Socken bekommen. 
Welche ich zuvor im November bei einem letzten Shooting im Kölner Rheinpark in Szene gesetzt habe. 


Manchmal frage ich mich ob ich meine Leser mit den technischen Details nicht inzwischen langweile. Die Angaben sind fast immer gleich. Insbesondere bei den Stinos. Und ich denke ernsthaft über einen Stilwechsel nach. Da es sich hier aber noch um altes Bildmaterial handelt, mache ich einfach mal weiter wie bisher. 

Begonnen habe ich wie immer mit einem Rippenbündchen. 


Die Musterung im Hauptteil der Socke ist einfach nur wunderschön. Es hat seinen Grund warum ich Opal Wolle so bevorzuge. 


Es folgt die übliche Herzchenferse.........


.......und die übliche Bandspitze. 


Verstrickt habe ich dieses tolle Knäuel Sinfonie der Träume - Prächtige Blütenwiese von Opal. In Kombination mit ein wenig Opal Uni in Türkis. 


Geshootet habe ich im November 2019 früh morgens im Kölner Rheinpark auf dieser alten still gelegten Brunnenanlage. 


Es war leider das letzte wirklich unbeschwerte Outdoor Shooting, bevor 2020 diese dumme Pandemie über uns herein gebrochen ist und so vieles unmöglich gemacht hat. 


Mit Wehmut im Herzen denke ich heute an diesen Tag zurück und warte ungeduldig darauf mich endlich wieder ohne Maske an öffentlichen Orten bewegen zu können. 


Samstag, 24. April 2021

Blaue Socken für den Teenager

Im November 2019 packte ich früh morgens an einem Sonntag meine Tasche, um zu dem letzten normalen Outdoor Shooting los zu ziehen, welches vor Corona noch möglich sein sollte. Nur wusste ich das damals natürlich noch nicht. 


Ich wollte in den Kölner Rheinpark, was auch erklärt warum ich in aller Herrgottsfrüh unterwegs war. Denn im Rheinpark ist man nur ganz früh am morgen wirklich alleine. 
Im Gepäck hatte ich die letzten vier Paar Socken, welche ich zu Weihnachten verschenken wollte und bis dato noch nicht vor der Kamera gewesen waren. Unter anderem dieses wunderschöne blaue Paar Socken hier für den Teenager. 


Der Teenager liebt bereits seit Jahren alles was irgendwie Blau ist. 
So dürfte es auch nicht weiter verwundern dass ich bei diesen tollen Blau Strängen, welche ich bei Das bunte Schaf in Langenfeld bei ⇨ Frau MeRo Colors entdeckte, gleich an meinen Teenager denken musste. 


2019 hatte ich gerade die ⇨ Faded Socks von Purl and Knit für mich entdeckt. Und auch diese Socken habe ich mit dieser Technik gestrickt. Da Blau auf Blau nicht mit so starken Kontrasten aufwarten kann, sieht man es nur kaum. Dafür sind es aber wunderschöne fließende Übergänge geworden. 


Die Socken sind wie immer in meinem eigenen persönlichen Stil gearbeitet. 
Auf ein Rippenbündchen folgt die mir zu eigene Maschenaufteilung für Dehnungsfugen. Und die inzwischen standartmäßig gestrickte Herzchenferse. 


Weil die Socken - wie so oft - einfach zu groß für die kleinen Sockenfüße sind, ist von der Bandspitze mal wieder nicht viel zu erkennen. 


Und weil es ein Weihnachtsgeschenk war, gab es natürlich auch eine kleine Mini Socke dazu. 


Geshootet habe ich, wie bereits erwähnt, im Kölner Rheinpark. 
Etwas weiter zur Zoobrücke hin, wo aus alten Mühlsteinen eine kleine zauberhafte Wasseranlage gestaltet wurde. 


Im Herbst ist der Rheinpark und insbesondere dieser hintere Teil nahe der Zoobrücke wirklich eine ganz tolle Kulisse für Shootings. Nicht nur für blaue Socken. Und irgendwann, wenn dieser ganze Corona Mist einmal vorbei sein wird und man wieder entspannt ohne Maske überall hin darf, werde ich hier sicherlich noch einmal shooten gehen. 





Samstag, 10. April 2021

Alltagssocken No. 16

Als ich dieses Paar Socken hier im April 2019 mit ins Shooting genommen habe, hätte ich im Leben nicht gedacht dass es ganze zwei Jahre dauern sollte bis ich sie in meinem Blog präsentieren würde. 


Ich wollte sie immer als Serie, zusammen mit weiteren Stinos aus meiner Alltagssocken Kollektion gezeigt haben. Und war damals so stolz und zufrieden darüber, dass ich dieses tolle Lila mit den blühenden Kirschbäumen im Hintergrund in Szene setzen konnte. Aber sie waren damals die einzigen Socken aus Opal Garn welche ich für mich selbst gestrickt hatte. 2019 habe ich generell sehr wenig für mich selbst gestrickt. Und noch bevor ich 2020 das erste mal ins Outdoor Shooting gehen konnte war schon dieses dumme Virus da welches uns seitdem das Leben schwer macht. 


Die Fakten zu den Socken sind eigentlich schnell erklärt.
Das übliche Rippenbündchen.  


Die übliche Herzchenferse. 


Und die übliche Bandspitze. 


Allerdings frage ich mich heute warum ich von diesem tollen Lila Farbverlauf nicht noch ein Detailbild am Sockenfuß gemacht habe.  Diese Kombination von Lila und Türkis gehört seitdem zu meinen absoluten Favoriten und diese Socken gehören definitiv zu meinen Lieblingssocken!  

Verstrickt habe ich dieses wunderschöne Knäuel Opal Wolle, aus der Kollektion Sinfonie der Träume mit dem Namen Aufbrausender Wind. Kombiniert habe ich mit ein wenig Opal Relief mit dem Namen Welle. 


Fotografiert hatte ich im April 2019 am Josef Haubrich Hof in Köln, gleich zwischen VHS und der Zentralen Stadtbibliothek am Neumarkt. 


Ein eher schwieriges Shooting ist das gewesen. Die hohen Gebäude rings herum werfen natürlich lange Schatten. Im April steht die Sonne noch nicht so wahnsinnig hoch dass die Schatten hätten kürzer werden können. Und es war pures Glück genau die das richtige Zeitfenster erwischt zu haben bevor die Sonne hinter dem Gebäude der Stadtbibliothek verschwunden ist!