Montag, 14. Januar 2019

Eine Reise nach Zeeland (3)

Zeeland.
Feinster Sandstrand. Vielleicht Dünen oder Seegras. Blauer Himmel und das Meer.
So in etwa habe ich mir die Kulisse für ein Nordsee Shooting vorgestellt.
Zeeland hat mich nicht enttäuscht.

Jeden Tag habe ich aufs neue meinen Rucksack gepackt, und einfach zwei bis drei Projekte ausgewählt. Ein tolles Plätzchen zum shooten hat sich immer irgendwo gefunden. Am liebsten jedoch habe ich mit Sand und Seegras im Hintergrund gearbeitet.


Das erste Paar Socken welches ich in Zeeland geshootet habe, waren die Weihnachtssocken für den Boyfriend des Teenagers. Weil ich die Kamera da noch nicht zu 100% im Griff hatte, habe ich im Gegenlicht mit Blitz experimentiert. Und erst viel zu spät bemerkt, dass die Sonnenblende bei Blitz einen Schatten ins Bild wirft.


Ohne Blitz, und einfach nur in den Sand gelegt, habe ich die hübschen Regenbogen Handstulpen geshootet. Ich habe sie passend zu einem Regenbogen Halstuch gearbeitet. Leider waren die Handstulpen sehr viel früher fertig als das Halstuch. So was zieht sich bei mir ja gerne mal in die Länge.


Making of:
Wie gewöhnliche Urlauber die Szene wohl sehen werden.......


....... und was ich dort sehe:
Die Weihnachtssocken für den Seelenstreichler im Seegras!


Entstanden sind diese ersten drei Shootings auf der tollen Aussichtsplattform am Strand von Westenshouwen. Frau Eule hat währenddessen einfach nur auf einer Bank gesessen und das wunderbare Sonnenlicht genossen.
Später haben wir von diesem Standpunkt aus noch den tollsten Sonnenuntergang erlebt, den wir je gesehen haben. Aber das soll eine andere Geschichte werden.


Gleich an unserem Ferienhäuschen stand ein wunderschöner Busch Herbst Astern in voller Blüte.


Ich konnte nicht umhin die wild romantischen Patchwork Socken für eine liebe Freundin in dieser Szene zu shooten. Die Farben und das Licht waren einfach PERFEKT!


Und in der tollen Bullerbü Kulisse innerhalb der Ferienanlage........


........ habe ich auch gleich die Partnersocken für den Lebensgefährten der Freudin in Szene gesetzt. Auch hier hat es farblich einfach perfekt gepasst.


Ebenfalls gleich am Haus - genau gesagt in dem kleinen zum Haus gehörigen Garten - habe ich den Retro Rib Shawl in Szene gesetzt, an welchem ich über ein halbes Jahr lang gestrickt habe.


Eigentlich ist dieses schöne Tuch auch nur deshalb fertig geworden weil ich es unbedingt mit nach Zeeland nehmen wollte. Sonst würde ich mich wahrscheinlich immer noch mit den letzten Reihen herum quälen.


Neben dem Haus stand auch eine tolle Holzbank.
Aber die Bilder von hier haben mir beim Retro Rib Shawl nicht so recht gefallen.


Dafür war die Bank der ideale Ort um diese Handstulpen für meinen Teenager vor die Linse zu nehmen.


In der Einfahrt zu unserer Ferienanlage stand eine hübsche weiße geschwungene Mauer, auf dessen Forderfront das Logo der Anlage angebracht war.


Von der Rückseite aus habe ich die roten Patchwork Socken für eine Facebook Freundin im Morgenlicht der aufgehenden Sonne ins rechte Licht gerückt.


In dem kleinen Städtchen Zierikzee habe ich am Hafen diese Bank mit Ausblick entdeckt, und ein Paar Alltags Stinos in Szene gesetzt. 


Leider war der Himmel ziemlich bedeckt. Außerdem war die Bank leicht abschüssig und es wehte etwas Wind. Shooting unter erschwerten Bedingungen. Aber die bunten Socken machen sich auch vor einem etwas gräulichen Hintergrund recht hübsch.


Eigentlich wollte ich die Shootings ganz entspannt an gehen. Einfach schauen was sich ergibt. Und sollte ich nicht alle Projekte im Urlaub shooten können, könnte ich ja immer noch zu Hause los ziehen.
Zum Ende des Urlaubs hat mich dann aber doch der Ehrgeiz gepackt. Zu Hause kann ich immer shooten. Aber nur hier gibt es diesen tollen Sand, mit dem wilden Seegras. Und dieses wunderbare reine Licht dazu.


Also sind wir am letzten Tag, nur wenige Stunden vor dem Kofferpacken, noch einmal auf die Aussichtsplattform in Westenshouwen hinauf. Und ich habe auch das letzte Paar Socken noch vor Sand und Seegras geshootet.


Außerdem hatte ich noch diese Handstulpen, welche ich extra für Frau Eule in den Farben Zeelands während des Urlaubs gestrickt hatte. Das MUSSTE einfach hier in Zeeland im Sand geshootet werden.


In Zeeland auch ist dieses wunderschöne Bild von Wuffi entstanden, welches seitdem fast überall mein Profilbild ist.
Die Idee Wuffi zu meinem Profilbild zu machen geistert schon sehr lange durch mein Hirn. Denn so ziemlich jeder der mich und meine Socken kennt, verbindet mich auch mit Wuffi. Aber erst in Zeeland hat sich ein passendes Bild dafür ergeben.


Diese Socken hier konnte ich leider nicht mehr auf Zeeland shooten. Sie sind erst später daheim fertig geworden. Aber die Farben Zeelands sind auch in diesen beiden Werken nachhaltig erkennbar.


Und Frau Eule hat in Zeeland dieses tolle Tuch begonnen. Auch hier ist eindeutig die Farben Zeeland drin enthalten.


Die Shootings auf Zeeland haben mir allesamt große Freude bereitet.
Oftmals konnte ich hören, wie sich Einheimische wohlwollend über meine Socken geäußert haben. Ja, einige von ihnen waren regelrecht begeistert. Aber niemand hat mich aktiv angesprochen. Und niemand hat bewusst meine Konzentration gestört. Dafür bin ich jedes mal sehr sehr dankbar gewesen.
Wenn ich zu Hause in Köln angsprochen werde, werde ich immer gleich in längere Gespräche verwickelt. Das kostet mich nicht nur Zeit, das kostet mich auch meine Konzentration und meinen Flow beim Fotografieren. Und ja, manchmal nervt mich das dann auch tierisch!



Donnerstag, 10. Januar 2019

Eine Reise nach Zeeland (2)

Der Nachteil einer Ferienwohnung: Man muss selbst kochen.
Der Vorteil einer Ferienwohnung: Man kann selbst kochen!
Und man kann sich den Kühlschrank nach Herzenslust mit regionalen Köstlichen füllen.


Ein weiterer Vorteil:
Man kann den morgen mit Ruhe beginnen. In Joggninghose, mit Chocomel und Rosinenbrötchen mit Butter. Und mit Strickzeug auf dem Tisch.


Man kann in Ruhe ausschlafen, irgendwann ganz gemütlich auf stehen, und muss sich nicht zu fest gelegten Uhrzeiten mit Unmengen fremder Menschen am Frühstücksbuffet um das frische Obst prügeln.


In Zeeland war es ganz furchtbar einfach sich gut und gesund zu ernähren, ohne großen Aufwand zu betreiben. Der dortige Supermarkt war voller frischer, aber vorbereiteter Produkte in großer Auswahl. Außerdem gab es tolle Alternativen beim frischen Obst. Trauben der Sorte Muskat z.B. Die waren herrlich süß und gleichzeitig würzig. Und frische Erdbeeren waren auch noch zu haben.


Pfannkuchen mit frischen Erdbeeren. Im Oktober!
Wir waren im Himmel.


Geröstete Süßkartoffeln, mit Salat und Mini Buletten. Dazu eine Jogurt Minz Soße.
Ja, wir haben es uns gut gehen lassen.


Im Ferienhäuschen hatten wir einen Gasherd. Das war zunächst zwar ungewohnt für mich, bringt aber durchaus Vorteile mit sich. Pfannen z.B. sind fast umgehend heiß. Und zwar richtig heiß!
Ich mir sind noch nie bessere Kartoffeln und Pilze gelungen.


Ebenso wie beim frischen Gemüse, gab es eine schier unglaubliche Auswahl beim Fleisch.
Zu Hause hätte ich das Schnitzel selbst paniert und gefüllt, und wäre damit locker schon bis zu 20 Minuten beschäftigt gewesen. Hier habe ich das fertige Schnitzel einfach in die Pfanne gehauen, und schnell einen frischen Salat dazu geschnibbelt.


Die meiste Zeit habe ich in Zeeland nur mit Pfannen gekocht. Und es war so einfach. Pfanne heiß, Beutel aufreißen, und das Essen war fast schon fertig.


Auch die Auswahl an frischer Pasta war phänomenal.
In Kombination mit einem Beutel Gemüse war das Essen Blitzschnell auf dem Tisch.


Aber auch unser Abend mit Käse, Obst, Häppchen und Wein auf der Couch war einfach nur wunderbar.


In einem stink normalen Supermarkt  habe ich auch  diese tolle Bambus Schale entdeckt,
Eigentlich eine Salatschüssel. Aber dafür fand ich sie viel zu schön. Deshalb habe ich sie lieber zur Strick- und Garnschale befördert.


Nach dem nächsten Einkauf hatte auch Frau Eule eine solche Schüssel adoptiert und ihrem Dasein einen neuen Sinn gegeben.


Ein weiterer Vorteil einer Ferienwohnung:
Man kann seinen ganzen Krempel hemmungslos in der Gegend herum liegen lassen, ohne dass etwas abhanden kommt oder es einem Zimmermädchen im Weg liegen würde.

Seit dem Frühjahr hatte ich nicht mehr geshootet. Zunächst hatte ich wegen des Gatten OP keine Zeit dafür. Über Sommer war es einfach viel zu heiß. Und dann musste ich mich noch auf die Spiegelreflex ein stellen und ein arbeiten.
Bis zur Zeeland Reise stapelten sich zehn fertige Projekte in meiner Shooting Kiste. Die natürlich ALLE mitgereist sind. Dann das komplette Shooting Equipment. Wuffi natürlich. Und außerdem hatte ich den Laptop dabei, um gleich mit den Bildern arbeiten zu können.


Auch in unserer Strickecke konnten wir einfach alles stehen und liegen lassen, wenn wir das Haus verlassen haben. Es hat ja niemanden gestört. Der pure Luxus!


Wenn wir keine Lust auf Menschen hatten, oder das Wetter mal nicht so Urlaubshaft war, sind wir einfach zu Hause geblieben und haben den Nachmittag gemütlich strickend auf der Couch verbracht.


Aber auch die Strick und Couch Bilder sind sehr schnell zu absoluten Wohlfühl und Lecker Bildern ausgeartet.


Beinahe jeden Tag haben wir uns etwas neues einfallen lassen, womit wir es uns auf der Couch bequem gemacht haben. Es war einfach nur toll!


Sehr geliebt habe ich auch meinen Laptop Platz im Ferien Häuschen.
Gleich neben der Terasse. Mit viel Frischluft bei Bedarf. Und der Blick beständig ins Grüne gehend. Selbst bei der Bildbearbeitung habe ich hier entspannen können.


Fazit der Zeeland Reise:
Wer braucht schon ein Hotel, wenn er ein Ferien Häuschen haben kann?


Sonntag, 6. Januar 2019

Eine Reise nach Zeeland (1)

Eines schönen Tages sagte meine liebe Frau Eule zu mir:
"Pack deine Koffer, wir fahren ans Meer!"

Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Gatte noch in der Reha Klinik, die erste Verlängerung war beantragt worden, und ich hatte keine Ahnung ob ich überhaupt würde mit fahren können. Entsprechend habe ich nicht viel über einen möglichen Urlaub am Meer nachgedacht, denn wenn man sich nicht damit beschäftigt fällt die Enttäuschung nicht so schmerzhaft aus.

Erst kurz vor der Reise habe ich begonnen mich näher mit dem Gedanken an diese Reise zu beschäftigen. Was mich zunächst in emotionale Not brachte.
Nach all dem Mist den ich im Leben schon hinter mich bringen musste, bin ich so sehr im Einzelkämpfer Modus verwurzelt, dass es mir immer wieder sehr schwer fällt auch nur daran zu glauben dass es Menschen gibt die mir Gutes tun wollen. Ich bin ganz wunderbar darin mich für andere Menschen ein zu setzen. Aber einfach etwas für mich selbst an zu nehmen, das fällt mir wahnsinnig schwer.


Frau Eule war das alles relativ egal.
Pünktlich wie ein Uhrwerk stand sie vor meiner Tür, hat mich ins Auto gepackt und wir sind Richtung Nordseeküste gefahren.


Ziel der langen Autofahrt war der Landal Green Park in Burgh Haamstede, in der Provinz Zeeland. Dort hatte Frau Eule ein kleines Ferienhäuschen für uns gemietet.


Es war wunderschön dort! So ruhig und so friedlich. Und immerzu hatte man so ein leichtes Bullerbü Gefühl dort. Die Häuser dort hatten alle diese tolle Holzverkleidung. Und egal wo man hin schaute, entweder hatte man gleich das Wasser im Blick oder einfach nur ganz viel Grün um sich herum.


Unser Häuschen befand sich im Villapark Livingstone.
Dies war der eher ruhige Teil der großen Ferienanlage, für *hust*die  eher "ältere" Herrschaft welche Ruhe und Erholung suchen. Für unsere Bedürfnisse also ziemlich perfekt.

Auf der anderen Seite der Anlage, dem Resort Haamstede, war dagegen alles auf Familien mit Kindern ausgerichtet. Ein großer zentraler Spielplatz mitten in der Anlage. Die gesamte Anlage Autofrei gestaltet. Und nirgends ein einziger Wassergraben der Kindern hätte gefährlich werden können. Türe auf, Kinder raus, Urlaub genießen!


Die Inneneinrichtung unseres Häuschens war schlicht, aber dennoch elegant und sehr stilvoll.


Die großzügige Sofaecke haben wir natürlich umgehend zu unserer Strickzone auserkoren.


Die Küche war - für meinen persönlichen Geschmack - etwas unlogisch und auch unpraktisch gestaltet. Keine wirklich durchgehende Arbeitsfläche, und viele tote Winkel. Dafür war die Küche allerdings recht umfangreich ausgestattet.


Ebenfalls zum Haus gehörte diese tolle Terrasse.
Immer wenn das Wetter es zu lies habe ich schon früh morgens draußen gesessen und die Morgenluft genossen.


Insgesamt war das Haus sehr sehr sauber und auch luxuriös.
Drei Schlafzimmer mit je zwei Betten. Ein zusätzliches Babybett. Zwei Badezimmer. Eine separate zusätzliche Toilette. Whirpoolbadewanne, Dampfdusche, Sonnenbank, Sauna, Kamin. Und immer dieses angenehme Gefühl man würde sich in einem Schöner Wohnen Katalog bewegen. Für Menschen die beständig von Familienchaos umgeben sind, wirklich sehr entspannend.


Noch am gleichen Abend waren wir das erste mal am Meer.
Zeeland ist am Nordatlantik gelegen. Entsprechend fallen an der gesamten Küstenlinie die Deichanlagen aus. Fast überall muss man riesige Dünen überwinden um an den Strand zu kommen.
Westenshouwen wird als der schöne Stand der Region beschrieben. Zunächst muss man jedoch eine riesige Betontreppe hinauf klettern. Ein Aufwand der sich allemal lohnt, denn auf dem Dünenkamm findet man diese tolle Aussichtsplattform.


Schon von dieser Aussichtsplattform aus hat man einen grandiosen Blick auf den Strand.



Mich hat es nicht lange oben auf der Plattform gehalten.
Ich musste hinunter ans Wasser und mit dem Meer auf Tuchfühlung gehen!


Unmittelbar an der Wasserkante ein oder zwei mal tief durch atmen. Das Salz auf den Lippen schmecken, den Wind auf der Haut spüren, und ZACK..... schon entspannt!


Die sich ständig verändernden Lichtverhältnisse, ausgelöst nur durch ein paar Wolken vor der tief stehenden Abendsonne, waren zunächst eine Herausforderung für mich. Es war aber gleichzeitig auch viel zu faszinierend, als dass ich mich nicht dran hätte versuchen wollen.


Frau Eule ist, in Pumps und mit Rock bekleidet, am ersten Abend lieber oben auf der Treppe geblieben. Hat mir aber alle Zeit der Welt gelassen um mich unten im Sand und am Wasser aus toben zu können.


Stairway to Heaven!
Mehr Worte braucht es nicht, um diesen wundervollen Anblick zu beschreiben.
Gerne hätte ich hier ein Paar Socken geshootet. Leider war dies aus unterschiedlichsten Gründen jedoch nie umsetzbar.


Dennoch hat genau diese Treppe am Strand von Westenshouwen noch am ersten Abend für DAS Lieblingsbild des ganzen Urlaubs gesorgt.


Frau Eule hat es seitdem nicht nur in ihrem Profil hängen, es sind auch ein Kalender und eine Tasse nach diesem Bild entstanden.