Donnerstag, 9. Juli 2020

Dies und Das und Spülmaschine

In den letzten Wochen (Monaten) bin ich nur noch sporadisch dazu gekommen meinen Blog zu pflegen. Das lag zum einen natürlich an der Corona Situation und allem was dies so mit sich gebracht hat. Zum anderen gab es aber auch ganz viel was mich beschäftigt gehalten hat. Zum Beispiel die endlos vielen Stunden ich mit Masken nähen an der Nähmaschine verbracht habe. Darüber hinaus habe ich allerdings auch den Eindruck dass es neben Corona, dem Diskutieren über Masken oder Hygiene Demos, oder der politisch und wirtschaftlichen Lage viele Menschen gerade gar nichts anderes mehr interessiert. Und so ein kleiner, wenn auch feiner Weblog über Socken gehört leider auch dazu. 

In der letzten Zeit hat bei mir oft eine Sache die nächste ergeben. Wie zum Beispiel das Küchenwagen Malluer eines Sonntags Morgens. Da macht es zwei mal laut Knick und Knack, und ohne weiteres zutun meinerseits waren plötzlich zwei der Räder ab. Eins war gleich samt Fassung komplett ausgebrochen. Das andere muss sich durch die Unwucht die das erste Rad schon länger verursacht hatte losgedreht haben. 


Auf den ersten Blick ist das jetzt vielleicht nicht soo dramatisch. Aber während viele andere Frauen einfach sich einfach an ihren Partner wenden können, muss ich halt leider selbst ran. Was bedeutet dass ich einige Stunden vor mir habe, welche für diesen Tag nicht unbedingt geplant waren. Weil alles ausräumen und hinterher wieder ein sortieren muss man ja auch noch. 
An diesem speziellen Sonntag wollte ich eigentlich Masken für die Aidshilfe Köln nähen und war extrem angefressen dass ich mich statt dessen einen halben Tag mit diesem dummen Küchenwagen beschäftigen musste! 


Während ich mit einem Hocker in der Küche saß und den Küchenwagen wieder einsortierte, fiel mein Blick auf eine andere Baustelle die schon etwas länger bestand. 
Viele Jahre haben wir unseren täglichen Bedarf an Tellern, Besteck und Kochgeschirr nun mit der Hand gespült. Denn als die Spülmaschine einst verreckte waren wir aufgrund des Gatten Krankheit gerade in Harz4 und eine Neuanschaffung war einfach nicht drin. Der entstandene Platz in der Küche wurde anderweitig genutzt und dabei blieb es lange Zeit irgendwie auch. Nun fiel mein Blick also in diese Lücke, wo einst eine Spülmaschine war und ich dachte mir so "eigentlich könntest Du mal wieder eine Spülmaschine da hin stellen"!


Gesagt, getan und gekauft! Wie man sieht. 
Leider musste ich in den Baumarkt und ein paar Kleinigkeiten besorgen, um das Ding überhaupt in Betrieb nehmen zu können. Moderne Haushaltsgeräte passen nicht uneingeschränkt einfach so auf die Wasserinstallationen in einem Altbau. Da sind kreative und individuelle Lösungen gefragt. Und den alten Wasserhahn könnte man bei dieser Gelegenheit ja auch gleich mal mit austauschen. 
Nun gehören Baumärkte ohnehin nicht unbedingt zu meinen Lieblingsausflugszielen. In Zeiten von Corona gleich zwei mal nicht. Also habe ich überlegt was ich sonst noch alles vom Baumarkt brauchen könnte, damit sich der Aufwand wenigstens lohnt. 


So ergibt dann eins das andere und eine andere, und schon lange gepflegte Ideen werden im Kopf wieder hervor geholt. Schon lange wollte ich meine Küchen mal etwas aufmöbeln. Über zwei Jahre, um genau zu sein. Ich habe nur bisher nicht die nötige Kapazität im Kopf frei gehabt um mich damit näher beschäftigen zu können. Die letzten Jahre war ja ständig etwas was mich extrem gefordert hat. 
Nun habe ich zumindest schon einmal alles an Material hier was benötigt wird und ich kann "meinen Traum" jederzeit in die Tat umsetzen. Mal sehen wann das sein wird und wie lange ich dazu brauchen werde. 


Apropos Material. Ich habe da  noch etwas anderes neues. 
Schon ewig fotografiere ich meine Wolle und WIPs auf diesem schwarzen Stück Stoff als Hintergrund. Lange Zeit war das auch gar kein Problem. Bis ich auf die Nikon umgestiegen bin. Eine Spiegelreflexkamera ist halt was anderes wie eine Bridge. Auf der Suche nach einer Lösung habe inzwischen schon den ein und anderen Hintergrund ausprobiert, war aber nie wirklich zufrieden. Nun habe ich beim Stoffkauf diese Baumwollstoffe in Holzoptik entdeckt. 


Tja, was soll ich sagen? Sie eignen sich beide gut! 
Mit den gleich dazu gekauften passenden Stoffen in Kombination werde ich mir nun stabile doppellagige Tischdecken mit schwerem Saum nähen. So habe ich dann endlich auch eine Lösung für mein kleines mobiles Tischchen mit dem ich hin und wieder zu Outdoor Shootings los ziehe. 


Im Juni war ich endlich, endlich einmal bei der lieben ⇨ Frau Südstadtwolle
Endlich deshalb, weil es jetzt über ein Jahr und einen Corona Shutdown gebraucht hat, bis ich auch dieses Vorhaben in die Tat umsetzen konnte. Und es war so wunderschön! Eine richtige kleine Wolloase hat Frau Südstadtwolle da erschaffen. Aber dazu erzähle ich natürlich noch in einem eigenen Blogpost etwas mehr. 


Nachdem man sich endlich wieder besuchen konnte (Angehörige zweier Haushalte) waren liebe Freunde zu Besuch. Sie hatten Anfang April Masken von mir geschickt bekommen, als es noch nirgendwo welche zu kaufen gab, und wollten sich nun bedanken. Ich hätte ja locker auch auf diesen Dank verzichten können, denn für mich hat dies einen Haufen Arbeit bedeutet. Ich musste meinen gesamten Nähkram irgendwie beiseite räumen, den Familientisch vergrößern, Kuchen backen, die durch das Masken nähen vernachlässigte Wohnung herrichten, und und und. Dass ich in dieser Zeit eigentlich viel lieber einfach weiter genäht hätte, muss ich wohl nicht näher erklären. Trotzdem wurde es ein lustiger und unterhaltsamer Nachmittag, wie man an diesem Schnappschuss hier sehr bildlich sehen kann. 


Nur kurz darauf hat der queere Teenager ENDLICH sein Abschlußzeugnis erhalten. 
Leider ging das nicht ohne Stress und Diskussionen vonstatten. Denn ursprünglich hatten wir schon seit Februar mit der Schule die Absprache, dass der Teenager nicht an den Abschlussfeierlichkeiten teilnehmen muss. Aber irgendwie war man aufgrund von Corona plötzlich der Meinung dass diese Absprache keinen Bestand mehr hätte, weil ja nun alles ganz anders sei. (Kleiner Tipp: Nirgends im Schulgesetz ist geregelt, dass das Zeugnis im Rahmen einer Feierlichkeit übergeben werden muss oder gar eine Anwesenheitspflicht dafür besteht. Geregelt ist nur, dass das Zeugnis ausgehändigt werden muss. Aber die Schulpflicht endet mit der Erstellung des Zeugnisses, und nicht mit der Übergabe desselben! Folglich kann auch niemand dazu gezwungen werden sich eine völlig übertriebene und Pompöse Abschlußfeier anzutun, oder sich gar an der Finanzierung dessen zu beteiligen.) 
Letztlich hat ein lieber Freund uns mit dem Auto bis vor die Schule gefahren und wir haben auf dem Parkplatz gewartet, während der Teenager sich genau so viel "Programm" angetan hat wie es nötig war um das Zeugnis zu erhalten. Danach ist er geflüchtet. 
Allerdings kann er wirklich mächtig Stolz auf dieses Zeugnis sein. Einen wirklich, wirklich guten Realschulabschluss hat er geschafft. So gut, dass er nun ständig gefragt wird, warum er denn nicht weiter zur Schule gehen mag. Für ein ehemaliges Förderschulkind ist das schon eine beachtliche Leistung. 


Ebenfalls beachtlich war, was der Teenager im Juni noch gleistet hat. 
Das Berufskolleg Ehrenfeld hat zusammen mit jungen Geflüchteten und dem Anyway ein Queerpolitisches Bühnenstück über das Trans*sein und die daraus entstehenden Probleme erarbeitet. Die Vorbereitugnszeit betrug fast ein Jahr, dann kam Corona. Außerdem ist kurzfristig noch der Hauptdarsteller ausgefallen, und das Projekt drohte zu scheitern. 
Der Teenager ist eingesprungen und hat in nur zwei Wochen die komplette Hauptrolle gelernt. Darüber hinaus musste das Bühnenstück aufgrund von Corona mit Abstand und ohne direkten Kontakt gespielt werden. 
Aufgeführt wurde dann im altehrwürdigen Millowitsch Theater (Volksbühne am Rudolfplatz). Mit sehr viel freiem Platz im Publikumsraum. Der Teenager hat eine wirklich grandiose schauspielerische Leistung gezeigt. Er hat seine Rolle nicht nur gespielt, er hat sie gelebt und hat sich dafür sogar einen BH und Silikonbrüste getragen. 
Dieses Kind ist einfach nur großartig! Und das in allem was er macht. Man kann gar nicht anders als einfach nur wahnsinnig stolz auf ihn zu sein! 

(Fotos: Chistiane Elser) 

Die Künstlerinnen der Keinkunstbar können dagegen leider derzeit nicht live und vor Publikum spielen. Sie dürften nicht genügend Leute herein lassen um auch nur die nötigen Kosten decken zu können. Aber eine Drag kann nicht lange ohne Make Up und Publikum überleben. Und so wurde die große Corona Samstagabend Show fürs heimische Wohnzimmer geboren. 
Einmal im Monat gibt es nun via Live Stream allerfeinste Dragkunst auf dem extra dafür eingerichtetem ⇨ Youtube Kanal. Kostenlos! Aber in jeder Show bekommt man die Möglichkeit eine Kleinigkeit zu spenden. 


Die liebe ⇨ Luna de Lumiere hat mir einmal erzählt wie viel Aufwand und Arbeit hinter jedem einzelnen Clip für die Webshow steckt. Oder gar für die ganze Show. Das ist schon wirklich immens. Es ist vergleichbar mit meinen Sockenshootings für den Weblog. Für fünf Minuten Vergnügen für uns, bedarf es Stundenlanger Vorbereitung sowie Nachbearbeitung. 

Hier interpretiert die gute Luna den Song ⇨ I will always love you. Im Hintergrund hingen ganz viele Herzen mit unterschiedlichen Pride Flaggen. Ein Moment der mir sehr sehr nahe gegangen ist. 
Natürlich ist Drag oftmals auch politisch. Oder es werden anderweitig klare Statements gesetzt. Aber es gibt da etwas, was mich nun schon eine ganze Weile beschäftigt. Eine dieser Flaggen gehört nämlich zu mir. Oder besser gesagt, ich gehöre zu dieser Flagge. Schon mein ganzes Leben. Ich habe es bis vor kurzem nur leider nicht gewusst. Aber in diesem Moment, mit diesem Song, und dieser Dekoration im Hintergrund, da war es mir zum ersten mal so richtig bewusst. 


Und während all dem Trubel, dem Jubel, und der Heiterkeit, zwischen dem Küche auseinander nehmen und reflektieren über mich selbst, habe ich immer mal wieder zwischendurch bis zu 20 Masken genäht. Wenn die magische Marke von über 100 erreicht war, habe ich die Aidshilfe kontaktiert und einen Termin zur Übergabe vereinbart. Hier seht ihr die letzte Lieferung von satten 150 bunten Masken! 
Kürzlich habe ich für mein Engagement sogar eine kleine Ehrung erhalten. Aber das erzähle ich euch an anderer Stelle etwas genauer.  


Wenn ich auf die Masken mal keine Lust mehr hatte, habe ich einfach ein wenig mit neuer Wolle gekuschelt. 
Im September 2018 war im Opal Abo ein Knäuel enthalten, welches ich liebevoll Konfetti Wolle getauft habe. Ich habe immer darauf gehofft, dass es mal in einer Kollektion auftaucht und damit nachkaufbar ist. Aber lange Zeit hat sich nichts getan. 
Jetzt plötzlich war es zu haben. Und es heißt auch tatsächlich Konfetti! Also schnell zwei Knäuel bestellt. Aber eine Bestellung für nur zwei Knäuel ist ja unsinnig. Deshalb durften noch zwei Knäuel Regenbogen mit Glitzer mit. Weil ich eins davon für Weihnachten brauche. Und das Knäuel Comedy durfte mit weil es Türkis ist. Mehr Argumente braucht da nicht. 


Dann war meine liebe Frau Eule kurz zu Besuch. 
Durch Corona hatten wir uns zuletzt im Januar gesehen und inzwischen ganz schrecklich viel Sehnsucht nacheinander gehabt. Wir haben es uns für ein paar Stündchen mit Kuchen, Stickzeug und Wolle gemütlich gemacht. Und Frau Eule hat es sich nicht nehmen lassen mir wieder Wolle zu schenken. Die beiden wunderschönen Stränge Ponderosa Wolle rechts im Bild. Zu Blöd dass ich gerade kaum zu stricken komme und deshalb kein Nadelspiel mehr frei habe. 


Unverhofft habe ich bei Instagram die Wolldackel Challenge für mich entscheiden können. 
Man muss eigentlich gar nichts wildes dabei machen. Man sollte nur ein Bild von Strickwerken aus  ⇨ Wolldackel Wolle zeigen, die verwendete Wolle benennen, den Hashtag Wolldackel verwenden und den Wolldackel verlinken. Also alles Dinge ich ohnehin in meinen Postings nahezu immer anwende. Für mich gehört das einfach zum guten Ton diese Angaben zu machen. 
Trotzdem habe ich mich sehr gefreut eine Gewinnankündigung in meinem Postfach zu finden. Nur wenig später kam dann auch schon das Päckchen mit diesem kleinen Schatz hier an. Ist das nicht traumhaft? 


Ob ich bei alledem was derzeit los ist noch zum Stricken komme? 
Ja, durchaus. Aber nur sehr begrenzt. Und teilweise arbeite ich sogar schon an Weihnachtsgeschenken.  Nur zum Shooten komme ich immer noch nicht, weshalb ich wohl bald eine zweite Sammelkiste eröffnen muss. 


Ob ich es in den nächsten Wochen überhaupt noch einmal hin bekomme ein Outdoor Shooting zu machen, ist auch leider nicht abzusehen. Denn derzeit komme ich kaum 500m weit, ohne in Atemnot und Herzrasen zu geraten. Darüber hinaus leide ich an einer Unfittness die schon als episch betrachtet werden kann. Und einer ganzen Reihe anderer seltsamen Problemen. 
Inzwischen verdichten sich die Hinweise immer mehr und es besteht der begründete Verdacht dass ich im April mit diesem netten kleinen Virus zutun gehabt haben muss. Ich habe es nicht mal wirklich gemerkt. War ein paar Tage schlapp, hatte etwas Kopfweh und Halsschmerzen. Aber sonst? Nichts was mich sonderlich beunruhigt hätte. 
Im Juni nahm ich dann das erste mal Erfahrungsberichte von Betroffen wahr, die zwar ein positives Testergebnis aber keine offenkundigen Symptome hatten. Und diese Berichte enthielten allesamt so ziemlich genau meinen derzeitigen gesundheitlichen Zustand. Schöne Scheiße! Ich kann es sogar ziemlich genau eingrenzen wo ich mir das abgeholt haben muss. Das war eine recht unangenehme  Begegnung im Supermarkt, kurz bevor ich die ersten Masken fertig hatte. Allerdings umfasste diese Begegnung bei weiten keine 15 Minuten, wie zu Anfang immer angenommen wurde. Es war noch nicht mal eine einzige volle Minute. Nur eine kurze kleine unfreiwillige Konfrontation ohne Masken hat ausgereicht! 
Zwar weiß ich nun dass mich dieses dumme Virus nicht gleich von den Füßen haut, aber die vielfältigen Nachwirkungen der Infektion sind auch nicht unbedingt ohne. Vor allem die ständige Atemnot macht mir derzeit echt das Leben schwer. Hoffentlich bessert sich das in absehbarer Zeit noch einmal. 
Wenigstens habe ich zum Zeitpunkt meiner mutmaßlichen Infektion bereits konsequent Maske getragen, und somit hoffentlich zumindest niemand anderen mehr angesteckt. 





Sonntag, 17. Mai 2020

Dies und Das und Homeschooling

Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich könnte ganz dringend ein paar Tage Pause vom allgegenwärtigen Corona Thema vertragen.

Ein paar Tage Pause vom Masken nähen.
Ein paar Tage Pause vom Home Schooling.
Ein paar Tage Pause von den ständig neuen Lockerungsmaßnahmen.
Ein paar Tage Pause von den gefühlt täglichen Extra oder Sonder Sendungen.
Ein paar Tage Pause von den ständigen Diskussionen ob Masken wirklich schützen.
Ein paar Tage Pause von den oftmals widersprüchlichen Meldungen aus dem Schulministerium.
Und, ganz ganz dringend, ein paar Tage Pause von Verschwörungstheorien, Xavier Naidoo, Attila Hildmann, Ken Jebsen, Donald Trump, und all den kritischen Querdenkern!

Ehrlich, besonders der ganze Scheiß den letztere so verbreiten....... wie kann man das bitte ernsthaft glauben? Bill Gates hat die WHO gekauft, und will die Weltherrschaft an sich reißen? Wir sollen alle Zwangsgeimpft werden, damit man uns einen Mirkochip unter die Haut pflanzen und damit kontrollieren kann? Die Elite hält sich wehrlose Kinder im Keller um deren Blut zu trinken und so ewig jung zu bleiben? Und nicht zuletzt die glorreichen Tipps eines Donald Trump, der öffentlich darüber spekuliert dass man sich Desinfektionsmittel verabreichen soll?
Echt jetzt?
Wie sich die WHO finanziert und wer dort das Sagen hat, lässt sich mit nur wenigen Klicks selbst recherchieren. Wozu sollte man uns einen Microchip einpflanzen? Unsere Handys überwachen uns doch bereits rund um die Uhr, und wir tragen diese Geräte auch noch freiwillig überall mit uns herum! Kinder im Keller? Also bitte! Dass das mit dem Desinfektionsmittel eine Scheiß Idee ist, darauf sollte jeder dieser kritischen Querdenker von selbst kommen können.
Und überhaupt, was ist eigentlich ein kritischer Querdenker? In meinem Empfinden unterscheiden sich diese Menschen nicht großartig von den Rechtspopulisten. Pochen auf das Recht der Toleranz gegenüber ihren Thesen, stellen frei erfundene Meldungen ins Netz, und fühlen sich in ihrer Meinungsfreiheit bedroht wenn man ihnen mit wissenschaftlichen Fakten begegnet. Gehen auf massenhaft zu Demonstrationen gegen Fremdbestimmung, aber wähnen sich in einer Diktatur. In einer Diktatur wäre es entweder nie zu solchen Demonstrationen gekommen, oder man könnte danach für sehr lange Zeit nie wieder zu einer Demonstration gehen weil man irgendwo ohne jedes Gerichtsverfahren in einem Knast verrottet! (siehe Nordkorea oder Türkei)

Themawechsel!
Bei so viel Schwachsinn brennen mir sonst meine Gehirnzellen durch.




Home Schooling.
Das läuft........ ich würde mal sagen arg durchwachsen.

Der Teenager hat in den ersten drei Wochen Corona "Ferien" nahezu täglich Emails mit Aufgaben bekommen. Durch alle Fächer hinweg. Das hat insgesamt ein Volumen angenommen, welches nicht mehr zu bewältigen war. Man bekam den Eindruck jeder Lehrer ist davon ausgegangen dass die Schüler nun Stoff für eine ganze Woche brauchen. Ohne zu bedenken, dass sämtliche Kollegen das gleiche machen! Der Teenager hat irgendwann nur noch jene Arbeiten erledigt, die eine Dead Line hatten und eingeschickt werden mussten. Den Rest hat er dann in den tatsächlichen Ferien gemacht. Insgesamt hat er also in drei Wochen Stoff für fünf Wochen aufgebrummt bekommen. Und ein Arbeitsvolumen welches in der Schule in dieser Zeit so niemals unterrichtet worden wäre!

Der Teenie dagegen hat sich fast durchgehend gelangweilt. Es wurden Arbeitspläne über die Schulhomepage veröffentlicht, deren Aufgabenstellung allerdings bestenfalls Mangelhaft war. Manche Aufgaben konnten mangels Unterrichtsinhalt gar nicht bearbeitet werden. Teilweise waren Aufgaben mit Gruppenarbeit dazwischen. Einmal sollte unter einem Link recherchiert werden, der schon lange offline war. Oder Arbeitsblätter welche auf dem Plan erwähnt wurden, standen gar nicht zur Verfügung. Oftmals war er bereits nach wenigen Stunden mit dem Plan für die ganze Woche fertig.
Kontakt zum Lehrer? Rückmeldung vom Lehrer? Fehlanzeige!
Vor lauter Langeweile hat der Teenie (8.Klasse) dann teilweise dem Teenager (10.Klasse) bei seinen Aufgaben geholfen. (Ehrlich, ich liebe meine Jungs für diesen Zusammenhalt!)

Für Verwirrung sorgten dann zunächst Aussagen aus der Politik, nach denen der Unterricht der Abschlußklassen ab nach den Osterferien freiwillig wären. Was aber tatsächlich nur für die Abiturienten galt.
Für große Verunsicherung sorgten die ständigen Spekulationen und wirklich widersprüchlichen Aussagen bezüglich der Abschlußprüfungen. Dass dabei fast nur von den Abiturienten die Rede war, hat außerdem ziemlich genervt. Es machen sehr viel mehr Schüler einen Abschluß in der 10. Klasse als es überhaupt Abiturienten gibt. Aber der "normale" Schüler hat halt keine Lobby.

Letztlich hieß es dass es zwar Abschlußprüfungen geben wird, diese aber durch die Lehrer so modifiziert werden würden dass nur tatsächlich behandelter Stoff abgefragt werden sollte. Hört sich auf den ersten Blick zwar super an, hat aber dazu geführt dass beim Teenager der mündliche Teil der Prüfung in Englisch ausgesetzt wurde. Was den Teenager leider massiv benachteiligt.
Darüber hinaus finde ich es einfach nur zum Kotzen dass der Teenager während der Prüfungsphase außerdem noch mit zig Aufgaben der Nebenfächer zugeballert wird. Ich bin der Meinung während der Prüfungsphase sollte man den Luxus haben sich ausschließlich auf die Prüfungen konzentrieren zu müssen. Und in solch ungewöhnlichen Zeiten wie diesen erst Recht.

Von der Schule des Teenies kam derweil ein Plan, wie der Unterricht in den nächsten Wochen aussehen wird. Ehrlich gesagt weiß ich nicht was ich davon halten soll.
Seitens der Politik wurde kommuniziert die Schulen sollten die Jahrgänge im "rollierendem System" unterrichten. Jeder Wochentag ein anderer Jahrgang. Wäre zwar auch nur einmal die Woche Unterricht, aber zumindest etwas regelmäßiges. Allerdings wurden den Schulen gewisse Freiheiten zugestanden, und beim Teenie kam nun das dabei heraus:


Wenigstens ist der Teenie in Gruppe 2 gelandet. Worum ich ehrlich gesagt inständig bebetet habe. Denn auch der Teenager ist auf seiner Schule in Gruppe 2 und muss erst nach 10 Uhr im Unterricht sein. Ein Kind mit Früh- und ein Kind mit Spätschicht hätte ziemliches Chaos und Unruhe bedeutet.

Apropos Chaos und Unruhe.......... Ich komme derzeit gefühlt mal wieder zu nichts!
Mein Alltag hat sich mit Corona und durch das Home Scooling massiv verändert.
Früher waren die Jungs spätestens um 8 Uhr zur Türe hinaus. Je nach Stundenplan. Dann habe ich mir meist eine ruhige Stunde am Morgen gegönnt, bevor ich selbst in meinen Alltag gestartet bin. Zeit die ich nur für mich hatte. In der ich Posting vorbereitet, Bilder bearbeitet, oder meine Pläne geplant habe. Nun laufen beide Jungs morgens hier herum. Mal mehr, mal weniger gut gelaunt. Geht der eine dann zur Schule, ist dem anderen schnell langweilig. Ich finde kaum noch Zeit für mich selbst. Und Ruhe gibt es höchstens noch Sonntags ganz früh morgens.

Darüber hinaus musste ich nun fast zwei Monate lang auf den Luxus der wöchentlichen Rewe Lieferung verzichten. Ich habe ewig keinen freien Liefertermin mehr angezeigt bekommen. Zusätzlich haben viele Supermärkte ihre wöchentlichen Angebote drastisch zurück gefahren oder sogar ganz ausgesetzt. Meine so gut funktionierenden Routinen bestehend aus Angebote checken, Woche planen, Rewe Lieferung fertig machen und ergänzend dazu Frischware je nach Angebot vor Ort dazu kaufen waren nicht mehr anwendbar. Wenn ich Glück hatte habe ich einmal die Woche jemanden gefunden der mit mir mit Auto einkaufen gefahren ist. Und dann habe ich gekauft was ich brauchte, ohne groß Angebote zu berücksichtigen. Alles was ich im Auto heim fahren kann, muss ich nicht mit den Öffis heim schaffen! Aber das heißt leider nicht, dass man auch alles bekommt was man braucht oder möchte. Und so hieß es oftmals noch mehrmals die Woche andere Supermärkte ab zu klappern nur um zwei Pakete Mehl oder ein Päckchen Hefe zusammen zu bekommen.
Zuletzt waren zwar auch wieder Liefertermine verfügbar, aber nur vereinzelt und mit zwei Wochen Vorlauf. Abzuschätzen was man in zwei Wochen braucht oder kochen/essen müsste ist verdammt schwierig. Selbst für mich!

All die Unruhe, all das Chaos, das ständige Organisieren nach irgendwas, aber auch ein fortwährendes Masken nähen haben dann letztlich dazu geführt dass der Blog total verwaist ist. Ich habe einfach keine Zeit, und vor allem eben auch keine Ruhe mehr dafür gefunden hier schöne Texte zu verfassen. Was wirklich schade ist. Denn auch wenn ich momentan nicht schooten gehe, so habe ich doch noch fast alles an Material aus dem letzten Jahr ungenutzt im Speicher liegen.

Gerne würde ich jetzt sagen "Ich gelobe Besserung". Aber ganz ehrlich gesagt, wer weiß schon was in den nächsten Wochen noch passieren wird. Es sind einfach so verrückte Zeiten momentan, dass man eigentlich nichts sicher sagen kann.
Zum Beispiel hätte ich nie für möglich gehalten was sich noch alles rund um die Masken würden entwickeln sollen. 50 Stück hatte ich im ersten Schwung genäht. Danach noch einmal 30. Und dann geriet es irgendwie außer Kontrolle.
Zunächst nähte ich noch Masken für die Mitarbeiter des Anyway. Parallel dazu hatte ich jede Menge Anfragen. Ich begann Masken gegen Spenden abzugeben, um damit wiederum Masken an die Aidshilfe spenden zu können. Inzwischen sind es schon über 400 Masken die ich genäht habe und ein Ende ist nicht abzusehen.

Das exzessive Nähen führte jedoch zu weiteren Problemen.
Denn irgendwann hat meine AEG Nähmaschine der dauerhaften Belastung nicht mehr Stand gehalten und war Schrott. Zum Glück hatte ich noch meine alte Medion in ner Ecke stehen. Eigentlich als Ersatzteillager. Also habe ich diese wieder zusammen geschraubt, gesäubert und geölt und erst einmal damit weiter gemacht.


Aber es hatte ja einen Grund warum die Medion zum Ersatzteillage wurde. Im Grunde genommen war es nur eine Frage der Zeit bis diese Maschine es auch nicht mehr packen würde. Aber sich etwas neues zuzulegen ist in diesen Zeiten auch nicht ganz unkompliziert. Fachgeschäfte haben geschlossen, oder nur sehr eingeschränkt für Kunden geöffnet. Und selbst im Internet waren die günstigen Standard Maschinen schon lange nicht mehr zu haben. Immerhin näht ja gerade alle Welt Masken.

Ich habe mich auf einige Mail und Wartelisten setzen lassen, in der Hoffnung die Medion würde es so lange einfach noch schaffen. Doch es kam wie es kommen musste. Lange vor der ersten Benachrichtigung war auch die Medion nicht mehr zu retten und ich musste mir schnell was einfallen lassen.

So bin ich letztlich an eine Brother gekommen. Ausschlaggebend war, dass ich diese Maschine als B-Ware weit unter UVP bekommen konnte. Weil der Karton beschädigt war. Wen bitte interessiert denn der Karton? Auf den Inhalt kommt es doch an!
Allerdings muss ich gestehen dass ich inzwischen arg verliebt in das Schätzchen bin. Zum einen ist sie wirklich erstaunlich leise. Zum anderen auch sehr hochwertig verarbeitet. 37 Stiche bringt sie mit und ein gut durchdachtes System zur Fadenspannung. Die Brother näht die saubersten und geradesten Stiche die ich je gesehen habe, fast ohne mein Zutun. Und der Nadeleinfädler ist echt ein Traum. Ich kann es auch ohne, aber es ist so ein Erleichterung!


Für einige Aufregung und Anspannung hat leider auch die Bewerbung des Teenagers gesorgt. Dabei konnte er nicht wirklich etwas dafür. Er hat einfach nur Pech gehabt.

Bereits im Februar hatte er seine Bewerbung geschrieben und abgeschickt. Nach relativ kurzer Zeit kam eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Dieses sollte am 16. März sein.
Vielleicht erinnert ihr euch noch. Genau am 16.März traten die Corona Einschränkungen in Kraft. Das Gespräch wurde daraufhin leider sehr kurzfristig abgesagt.
Insgesamt musste der Termin sogar zweimal verschoben werden. Letztlich fand das Gespräch per Video Konferenz statt. Eine echt befremdliche Situation, aber der Teenager hat sich echt gut geschlagen. Auf jede Frage konnte er eine stimmige und sinnvolle Antwort geben. Jedoch gab es mehr Bewerber als Ausbildungsplätze und so musste er leider noch ein paar Tage auf eine Rückmeldung warten.

In der Zwischenzeit begannen die Lehrer den Teenager in der Schule zu stressen, weil dort noch keine Rückmeldung über einen Ausbildungsplatz vor lag. Zumindest bei uns gibt es die Initiative "Kein Abschluß ohne Anschluß". Eigentlich eine tolle Sache die dafür sorgt dass kein Teenager nach der Schule ohne Perspektive auf der Straße landet. Aber bis zu einer gewissen Frist muss halt nachgewiesen werden dass man entweder einen Ausbildungsplatz hat, weiter zur Schule geht, oder auf ein Berufskolleg wechselt. Blöd wird es wenn Bewerbungsverfahren aufgrund der Corona Beschränkungen auf Eis gelegt werden (müssen) und unsere gründlich deutsche Bürokratie darauf keinerlei Rücksicht nimmt. Es war ja nicht so dass der Teenager sich nicht gekümmert hätte.

Als dann ein dicker fetter Briefumschlag in unserem Briefkasten lag ist mir echt eine Lawine vom Herzen gerollt. Angenommen!
Nach nur einer Bewerbung hat der Teenager seine Wunschausbildungsstelle bekommen!
All die Mühe, all die Vorbereitung, teilweise über Jahre hinweg (Potentialanlyse und sehr zielgerichtetes Praktikum) haben also letztlich zum Erfolg geführt. (Wenn meine Eltern das mal seinerzeit so mit mir angegangen wären, sähe mein Leben heute anders aus..........)


Zwischen all der Aufregung, dem Corona Chaos, und dem vielen Masken nähen brauchte ich irgendwann einfach einen Schwung frischer bunter Wolle. Deshalb habe ich mir zu Ostern ein paar hübsche Schätze aus dem Hause ⇨ Wolldackel gegönnt.
Familie Wolldackel habe ich letztes Jahr auf dem ⇨ Wollfestival in Düsseldorf kennen gelernt. Somit war es für mich kein Blindkauf. Das war mir wichtig.

Die beiden Stänge links heißen "Flamingo" und "Charming Princess". Die beiden Stränge rechts "Blaue Lagune" und "Young Boy". Beide Kombinationen sind bereits für Weihnachtsgeschenke vorgesehen. Die beiden Stränge in der Mitte mit den Namen "It´s my Life" und "Mr Cool" werde ich dagegen für mich selbst behalten und verstricken. So jedenfalls der Plan.


Im Mai dann postete Frau ⇨ PondeRosa Wolle ein Bild auf denen die Stränge "Great Ocean Road", "Candy Road" und "Abbey Road" zu sehen waren.
Ich mag es sehr, wenn Fäberinnen ihren Kreationen hübsche Namen geben. Und auch PondeRosa Wolle kannte ich bereits vom Wollfestival in Düsseldorf. Deshalb habe ich mir zum Muttertag ein weiteres Kistchen mit Wolle gegönnt und die drei Schönheiten mit passenden Unifärbungen ergänzt.

In meinem Stash angekommen sind diese Stränge dann mit den Strängen aus dem Hause Wolldackel in Kontakt gekommen. Vor meinen Augen ergaben sich plötzlich ganz neue aber wunderschöne Kombinationen. So passt der Strang "Charming Prinzess" ganz wunderbar zur "Candy Road". Die "blaue Lagune" unterstreicht den Charakter der "Great Ocean Road". Und der "Flamingo" wird nun wohl eher mit der blau violetten "Luciana" kombiniert werden.  Das wird eine spannende Geschichte werden.


Nur kurz darauf kam auch schon wieder das Opal Abo.

In den sozialen Medien wurde über die Zusammenstellung des Abos bereits diskutiert, als die meisten Kunden ihre Pakete noch nicht einmal erhalten hatten. Ist ja angeblich alles schon mal da gewesen.
Mir geht diese ewige Diskussion echt so was von auf die Nerven. Ja, natürlich wiederholen sich die Farben ständig, wenn man bereits eine Weile das Abo bezieht. Die Farben können ja nicht plötzlich neu erfunden werden. Und auch mir hing es letztes Jahr zeitweise zum Hals heraus als ich zum dritten Mal in Folge Rot im Paket gesehen habe. Aber ich habe es in all der Zeit nicht ein einziges mal erlebt dass sich eine Färbung wirklich wiederholt hätte, wie so viele immer meinen. Die Farben wiederholen sich, aber nicht die Musterung in der Socke.
Einmal war eine solche Diskussion für mich echt der Grund jemanden dauerhaft zu blockieren. Denn was bitte kann ich dafür, wenn andere mit ihrem Paket unzufrieden sind? Bitte bei Opal meckern gehen, oder das Abo kündigen. Aber mit Leuten zu diskutieren die ihr Paket zufällig trotzdem schön finden oder einfach anderer Ansicht sind scheint wesentlich mehr Spaß zu machen. Naja, mir eher nicht so!

Ich finde das Mai Paket jedenfalls schön.
Eine schöne bunte Mischung von allem.
Ganz besonders gefällt mir natürlich das Blau Lila Knäuel. Aber das dürfte jetzt keine große Überraschung sein. Doch auch das Rot fasziniert mich dieses mal, denn es ist ein total buntes Rot mit leichtem Hang ins Pink hinein und sieht so aus als könnte es marmorieren. Nur bei dem dunklen Knäuel weiß ich noch nicht ob ich es behalten mag. Es ist zwar nicht schwarz, sondern ein dunkles Grau, durchzogen von hellen Streifen. Aber solche Farben empfinde ich aufgrund meiner Sehschwäche ja leider etwas anstrengend. Mal sehen........

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Last but not Least........ noch mal etwas vom Teenager.
Das Anyway gibt sich gerade alle erdenkliche Mühe für die queeren Jugendlichen ein umfangreiches Online Angebot auf die Beine zu stellen. Viele der Jugendlichen leider unter der Corona Zeit leider gleich doppelt, da ihnen die Möglichkeit zum Rückzug und das Treffen mit Gleichgesinnten genommen wurden.
Der Teenager hat einem kleinen Online Talk zum Thema Homophobie teilgenommen und dabei etwas über seinen Rainbow Club erzählt. Hier ein Making Off Bild davon.


Leider leider ist das Anyway durch die Corona Beschränkungen arg in Not geraten.
Ein Jugendzentrum wie das Anyway finanziert sich nicht alleine durch Fördergelder oder staatliche Hilfen. Es fehlen vor allem gerade die Einnahmen durch das geschlossene Cafe. Veranstaltungen konnten und können nicht statt finden. Benefiz und Sponsoring zu Gunsten des Anyways fallen aus. Gehälter, Räumlichkeiten und Equipment müssen aber trotzdem weiter finanziert werden.
Mehr als 1500 queere Jugendliche pro Jahr könnten ihren Zufluchtsort verlieren.


Auf der ⇨ Homepage des Anyway findet ihr Informationen zur aktuellen Situation und auch eine Möglichkeit etwas zu spenden. Jeder noch so kleine Euro hilft diese für die Jugendlichen so wichtige Einrichtung zu unterstützen und zu retten.
Schon seit Tagen denke ich darüber nach ob und was ich eventuell tun könnte um das Anyway zu unterstützen. Irgendeine Aktion, oder Versteigerung, oder irgendwas anderes. Aber durch mein Engament für die Aidshilfe bin ich bereits komplett ausgelastet und ich habe einfach keine freien Kapazitäten mehr übrig.
Ich, und alle queeren Jugendlichen aus dem Großraum Köln, wären euch jedenfalls sehr sehr dankbar wenn ihr ein paar Euros für diese Einrichtung entbehren könntet.



Donnerstag, 16. April 2020

Zu Gast bei....... Alice im Wunderladen!

Im Januar hat eine meiner lieben Woll und Strickfreundinnen ihren kleinen Online Handel ⇨ Alice im Wunderladen in ein großes Auto gepackt, und in einem kleinen Ladenlokal in der Kölner Südstadt als Pop Up Store wieder ausgepackt.

Natürlich bin ich samt Kamera und Wuffi bei ihr gewesen. Mehrmals sogar!
Aber leider komme ich aus gesundheitlichen und Pandemie organisatorischen Gründen erst jetzt dazu euch den Blogpost dazu zu liefern.


Das Ladenlokel war klein, fein und überschaubar. Aber wirklich sehr ansehnlich und liebevoll eingerichtet und bestückt.


Bei Alice im Wunderladen gibt es Garne aus aller Welt. Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Denn Frau Wunderladen hat einen sehr interessanten Hauptberuf, der sie öfters im Jahr einmal quer um die Welt führt. Immer wenn sie dabei ein interessantes Garn findet bringt sie es für ihren Wunderladen mit nach Deutschland.


Eigentlich kenne ich das Sortiment von Alice im Wunderladen. Immerhin sehen wir uns regelmäßig auf Messen oder Märkten, und in ihrem Lager war ich auch bereits. Aber es macht echt einen Unterschied ob man ihr Angebot auf wenige Meter zusammen gestaucht auf einem Verkaufstisch, oder in all seiner Pracht in einem ganzen Ladenlokal verteilt sieht.


Auch das Nebensortiment sollte ich unbedingt erwähnen.
Natürlich findet man hier allerhand an Nadeln und sonstigem Werkzeug. Aber da sind auch noch handgefertigte Maschenmarkierer, Knöpfe aller Art, oder glitzernde Beilauffäden im Sortiment.


In die Schaufenster habe ich mich regelrecht verliebt. Es war alles so hübsch und ansehnlich, aber gleichzeitig auch irgendwie schlicht und elegant hergerichtet. Auch die schönen Ringelsocken lagen dort, in die ich mich so verliebt habe dass ich sie später nachgestrickt habe.


Diese Postkarten musste ich auch unbedingt fotografieren.
Sie hingen an dem kleinen Stehpult auf dem Frau Wunderladen ihren Kasse eingerichtet hatte.


Frau Wunderladen hat in ihrem Pop Up Store auch mehrmals zum Stricktreff eingeladen. Es war echt schön mal wieder mit anderen zusammen zu sitzen, zu stricken und zu klönen. Alte und neue Bekannte wieder zu treffen. Zu sehen an was für Projekten die anderen so arbeiten, und welche Garne sie so verarbeiten.


Ich hatte im Januar eine ausgeprägte Handstulpen Phase und etwas nettes mit Regenbogenringeln auf den Nadeln.


Und KUCHEN!
Kuchen hatten wir natürlich auch. Um Frau Wunderladen ein bißchen zu entlasten und zu unterstützen, habe ich nämlich einen gebacken und zum großen Stricktreff am Samstag mitgebracht.


Natürlich habe ich mir auch ein paar nette Schätze mit heim genommen.
Zum einen wäre da ein Knäuel Wendy Air Kid Mohair Flauschwolle, welche ich als Beilauffaden in Handstulpen verwenden wollte. Dann zwei Knäuel Merino Sockenwolle von Ferner Wolle aus denen bereits tolle Handstulpen für Frau Wunderladen entstanden sind. Drei sehr edle Stränge Herriot Fine mit Alpaca und Nylon von der Juniper Moon Farm. Sowie drei Stänge Vivacious Merinowolle von Fiberspates, welche einen echt tollen Glanz haben.


Schade eigentlich, dass der Pop Up Store nur für 14 Tage existierte.
Ich habe mich so wohl gefühlt dort. Würde der Laden dauerhaft eingerichtet sein, würde ich wohl mehrmals im Monat zum Stricken und Wolle kuscheln dort aufschlagen.