Dienstag, 26. Januar 2016

Socken ohne Namen

Als ich im Frühjahr und Sommer 2015 mit eigenen Färbungen auf dicker Sockenwolle experimentierte, habe ich versucht zwei identische Knäul mit langem Farbverlauf in Regenbogenfarben zu färben.


Ziel war es, zwei identische handgefärbte Regenbogensocken daraus stricken zu können.
Aber wie so vieles im Leben, lernt man vor allem durch Versuch und Irrtum. Jedenfalls hat mir der erste Anstrick überhaupt nicht gefallen!


Also habe ich geribbelt, den größten Teil des ersten Farbabschnittes ab genommen, und noch mal neu begonnen. Mit wesentlich hübscherem Ergebnis, als zuvor.


Im Bund habe ich variable Rippen gestrickt, von denen einige gleich drei Rechte Maschen hatten, um genügend Maschen für das Muster zusammen zu bekommen.


An der Vorderseite der Socken habe ich, sowohl im Schaft als über den Fuß hinweg, nach innen laufende falsche Zöpfe ein gestrickt. Auf sechsfädiger Wolle sehen diese wirklich toll aus. Auf der Rückseite ist dagegen kein großes Muster. Nur ein paar Dehnungsfugen habe ich eingearbeitet.


Meine geliebte Herzchenferse stricke ich auch auf dicker Sockenwolle gerne.


Die Socken enden, mal wieder, in einer einfachen Bandspitze.


Fast alle Freunde, welche diese Socken in ihrer Entstehung gesehen haben, fanden die Farbgebung der Socken toll. Ich selbst bin damit weniger zufrieden. Die Farbabschnitte sind mir zu lang, und deshalb sind nicht alle Regenbogenfarben in den Socken enthalten.
 Aber ich habe bereits Ideen für weitere Versuche.


Diese Socken gingen an unseren netten Bofrost Verkaufsfahrer.
Nicht für ihn selbst, sondern für seine Frau. Diese hatte sich nämlich letztes Weihnachten jene Socken gekrallt, welche ich eigentlich für IHN gestrickt hatte. Und diese dann nicht wieder her gegeben.
Soll doch noch mal wer behaupten, Socken wären kein Weihnachtsgeschenk! :-D


Kommentare:

  1. Hallo Frau Photoauge,
    ich bin ja eigentlich eine eher stille Genießerin Ihres Bloges,aber heute traue ich mich mal eine Frage zu stellen. Ich frage mich nämlich schon seit einiger Zeit, ob es nicht auch möglich ist, erst die fertigen Socken oder Tücher zu färben. Würde sich bei solchen Regenbogenfarben ja anbieten. Allerdings wird das Stricken durch die weiße Wolle ja etwas, sagen wir mal langweiliger, oder? Aber ich bin nur eine Strickerin, keine Färberin, deshalb kenne ich mich nicht so aus in dieser Materie.
    Jedenfalls lasse ich dann auch ein großes Sammellob für die tollen Kreationen hier. wenn ich schon mal da bin... ;-) Bitte so weitermachen, ich freue mich immer, wenn es etwas Neues zu entdecken gibt.
    LG Marlies

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    1. Hallo Marlies

      Deine Frage ist eine kniffelige Angelegenheit.
      Zum Färben wird die Farbe in Wasser aufgelöst. Wasser in Textilien und in Wolle hat die Eigenschaft sich "hoch zu ziehen". Man muss sehr auf passen daß die Farben nicht miteinander und ineinander verlaufen.
      Socken wären zudem auch "doppelwandig". Ähnlich wie die Strickschläuche, welche ich hier gefärbt habe um den langen Farbverlauf zu produzieren. Beim Färben liegt immer eine Seite oben, welche alle Farbe auf nimmt und kaum an die unten liegende Seite ab gibt. Man muss das Strickstück wenden und exakt gleich färben, um eine gleichmäßige Färbung zu erhalten. Das ist wirklich sehr aufwändig.
      Eine exakte Färbung auf einem fertigen Strickstück, so wie du sie beschreibt, dürfte selbst gute und sehr erfahrene Färberinnen vor große Herausforderungen stellen. Ich persönlich würde es nicht versuchen! ;-)

      Danke für das Lob.
      So was liest man als Blogger natürlich immerzu gerne. :-)

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