Sonntag, 16. September 2018

Stricken als Therapie

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Beim Lesen meines letzten Beitrags mag der ein oder andere sicherlich gedacht haben, dass sich zu Hause zu verkriechen nicht die beste Lösung für Probleme sein mag. Grundsätzlich stimme ich dem sogar zu.
Eigentlich ist es sogar eine astreine Verdrängungs Strategie. Doch sich fortwährend damit auseinander zu setzten, was des Gatten gesundheitlicher Zustand für uns alle bedeuten könnte macht auch nicht unbedingt glücklich. Und solange wie der Gatte noch in der Reha Klinik war, gab es zudem absolut gar nichts was ich hätte tun können. Außer versuchen ein wenig Kraft zu tanken, und zur Ruhe zu kommen. Ohne dabei endgültig in eine depresive Phase zu kommen.
Exzessives Stricken ist dabei sehr hilfreich, und außerdem noch produktiv!

Noch als der Gatte in der Uniklinik war ist dieses tolle Buch erschienen und auch umgehend bei mir eingezogen. Die Autorin, Julia Maria Hegenbart, ist schon etwas länger als Frau Feinmotorik bei Facebook, Instagram und in der Blogwelt unterwegs.
Ich durfte Sie bereits persönlich kennen lernen, und so war es selbstredend dass ich unbedingt dieses Buch haben musste! Eigentlich wollte ich wenn der Gatte in Reha ist eines der tollen Projekte des Buches mit diesen Bobbeln umgesetzt haben. Doch dann war der Sommer so unerträglich heiß, und ich hatte so viel anders um die Ohren, so dass ich wochenlang überhaupt nicht mehr gestrickt habe.


Als ich dann endlich einmal zur Ruhe gekommen bin, und der Sommer nicht mehr ganz so elendig heiß war, habe ich mich erst einmal daran gemacht den tollen Retro Rib Shawl von The Knitting Me beenden zu wollen.
In der der Facebookgruppe der die Drei vom Blog wurde dieses schöne Tuch im Mai als KAL gestrickt. Ich habe es aufgrund der Lebensumstände und Sorgen natürlich nicht geschafft es rechtzeitig zu beenden.


Nachdem das Wetter noch weiter ab gekühlt hatte und auch endlich wieder Sockenwolle ohne zu blockieren durch die Finger glitt, habe ich mir diese beiden handgefärbten Garne genommen und zu einem ersten Weihnachtsgeschenk kombiniert.
Ist das nicht irre schön geworden?


Durch die wilde Kombination dieser eigentlich sehr unterschiedlichen Garne bin ich auf eine weitere Idee gekommen.

Diese beiden Restknäulchen Sockenwolle, deren Socken einst an liebe Freunde gingen, wollte ich schon lange zu etwas für mich selbst verarbeiten. Im Herbst 2017 hatte ich begonnen die Knäulchen mit der Gum Gum Methode zu verstricken. Die Technik ist super simpel, aber der ständige Fadenwechsel ist mir irgendwie auf die Nerven gegangen. Und so endete das Projekt als Ufo.


Nun habe ich bis zum Bund zurück geribbelt, und jeweils mit nur einem Faden zwei Socken gleichzeitig neu begonnen.
Nach der Ferse habe ich dann die Farben gewechselt. Hier sieht es noch gar nicht so spektakulär aus, doch die fertigen Socken sind wirklich unglaublich schön geworden.


Ein weiteres Ufo war diese einzelne Patchwork Socke.
Geribbelt habe ich diese nicht, aber endlich zu Ende gebracht. Und außerdem noch den Partner dazu gestrickt.


Aus dieser Patchwork Socken Idee ist ein weiteres Socken Design entstanden. Dieses mal aus Opal Wolle, in welchem auch ein Abo Knäuel verstrickt wurde.


Das nächste Patchwork Design ist auch bereits in Planung. Ebenfalls mit einem Abo Knäuel.
Diese Socken sind einfach nur toll. Man kann sie problemlos an jede Fuß und Bein Form an passen. Sehen einfach nur großartig aus. Und gehen mir noch dazu super schnell über die Nadeln.


Aus einem weiteren Abo Knäuel von Opal entsteht gerade dieses Paar Weihnachtssocken.


Und ganz nebenbei ist bereits ein ganzer Schwung Mini Söcken für Schlüsselanhänger entstanden.


Aus Restknäueln von Opal Wolle habe ich begonnen Überzieher für meine Kräutertöpfe zu stricken.
Diese stecke ich nämlich immer in leere Weingummi Dosen, weil diese die perfekte Größe für die Töpfe haben. Lange Zeit hat mich die Optik der Dosen nie gestört. Bis neulich Besuch kam!
Das geht das auch in hübscher, dachte ich mir. Und habe so lange getüftelt bis ich die passende Größe gefunden hatte.


Nachdem ich mich den Sommer über von Menschen, und damit auch vom Wollfestival, fern gehalten habe; hat meine liebe Freundin Frau Eule mich ohne lange zu fackeln zu "das bunten Schaf" in Langenfeld geschleppt.
Dort habe ich mich furchtbar geärgert, weil kaum ein Anbieter noch normale Sockenwolle am Stand hatte. Fast alle hatten irgendwelche Luxus Sockenwolle dabei, mit entsprechenden Luxus Preisen.
Zwar mag die Wolle das Geld durchaus wert sein, nur bin ich nicht bereit aus Garnen ab 16€ bis hin zu über 20€ pro Strang SOCKEN zu stricken!


Ein paar Tage später schickte mir eine liebe Facebook Freundin, welche meinen Ärger  mit bekommen hat (und außerdem meine aktuellen Sorgen kennt) ein großes buntes Überraschungspaket.
Ich bin echt sprachlos über so viele Güte und Anteilnahme!


Solche Pakete zu bekommen, finde ich immer wieder spannend.
Es ist ein bißchen wie mit dem Opal Abo. Man bekommt mitunter Wolle die man sich selbst wohl nie gekauft hätte. Oder man hält Wolle von Färberinnen in der Hand, die man noch gar nicht kannte.  Doch es macht den Stash bunter und vielfältiger und verhilft der Kreativität zu Purzelbäumen und Luftsprüngen.
Einer dieser hübschen Stränge geht bestimmt in Form von schönen Socken zurück an die Freundin. Ich weiß nur noch nicht welcher.



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